Grünewald: Gesundheitspolitik im Blindflug

Grüne fordern transparente und faire Ursachenanalyse

Wien (OTS) - "Totstellreflexe und pauschale Verleugnung sind keine adäquate Reaktion auf die von Kurt Langbein geäußerte Kritik an der stationären Krankenversorgung", meint der Gesundheitssprecher der Grünen, Kurt Grünewald.
"Langbein betreibt keine pauschale ÄrztInnenbeschimpfung, sondern zeigt auf, was vielen Fachleuten seit Jahrzehnten bekannt ist und immer wieder, wenn auch vergeblich, angeprangert wurde", so Grünewald und weiter: "Es ist bekannt, dass im österreichischen Gesundheitswesen kein konstruktiver und transparenter Umgang mit Fehlern und Defiziten stattfindet. Aufzeigen von Fehlern heißt nicht Menschen bloßzustellen und Köpferollen zu spielen. Aufzeigen von Fehlern heißt, aus ihnen zu lernen, die Ursachen von Fehlern zu erkennen und sie so gut als möglich zu beheben".

Grünewald fordert, von Einzelfallbeschreibungen und Hochrechnungen ehestmöglich zu einer bundesweiten Datenbank zu kommen, die sich mit Komplikationen, Zwischenfällen, Fehldiagnosen und zweifelhaften Therapien beschäftigt. "Es ist wirklich ein Skandal, dass hier aufgrund mangelnder, falscher oder nicht vorhandener Daten eine Gesundheitspolitik im Blindflug betrieben wird. Mir geht es nicht um voreilige und pauschale Schuldzuschreibungen, sondern um eine transparente und faire Ursachenanalyse. Von dieser profitieren PatientInnen, Gesundheitsberufe, KrankenhausmanagerInnen und nicht zuletzt auch die Politik", so Grünewald.

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