1.100,- Euro Mindesteinkommen für OrdinationsgehilfInnen in Arztpraxen

Plus 8 % für ArzthelferInnen in Wien, plus 4 % Erhöhung in Oberösterrreich

Wien (GPA-djp) - Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) freut sich über den positiven Abschluss der GPA-djp Kampagne 1.100,- Euro plus für Beschäftigte in Arztpraxen. Während vor kaum zwei Jahren noch Einstiegsgehälter zwischen 700,- Euro und 900,- Euro üblich waren, ist es gelungen, in allen Bundesländern die 1.000,- Euro Einstiegsgrundgehalt zu erreichen. Ausgebildete OrdinationsgehilfInnen verdienen nun 1.100,-Euro an Grundgehalt und Zulagen. ++++

Neben den Einstiegsgehältern und den Zulagen wurden für die rund 9.000 Angestellten in Wien auch Verbesserungen für HeilmasseurInnen und HeilbademeisterInnen erreicht, hier wurde das Einstiegsgehalt von Euro 912,- auf 1.020,- erhöht. Auch in Oberösterreich wurden die 1.000,- Euro Mindestgrundgehalt umgesetzt.

"Die Mindestgrundgehälter und Zulagen wurden in Wien um 8 % erhöht, in Oberösterreich um 4 %", freut sich Eva Scherz, Wirtschaftsbereichssekretärin in der GPA-djp. "Die Einigung bedeutet einen wichtigen Schritt für eine bessere Anerkennung dieser Berufsgruppen, in der überwiegend Frauen arbeiten."

Die Angestellten bei ÄrztInnen in Burgenland haben noch keinen Kollektivvertrag, die Verhandlungen verlaufen sehr konstruktiv, sodass noch heuer mit einem Abschluss gerechnet werden darf.

Zur Erinnerung: Da die Angestellten bei ÄrztInnen oft weit unter 1000,- Euro für 40 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit verdienen, starteten die GPA-djp-Frauen eine Kampagne mit dem Ziel, die Mindesteinkommen dieser Angestellten anzuheben und die Benachteiligungen bei dieser Berufsgruppe aufzuzeigen. Wie so oft im Niedriglohnbereich waren vor allem Frauen die Betroffenen: rund 90% der OrdinationsgehilfInnen, ArzthelferInnen, Sprechstundenhilfen, HeilmasseurInnen oder medizinisch-technischen Fachkräfte sind Frauen. Die Aufgaben in einer Arztpraxis verlangen sowohl administrative und soziale Kompetenzen als auch medizinische Kenntnisse und oft eine sehr hohe Belastbarkeit.

ÖGB, 9. März 2009 Nr. 125

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