Hofer: Das Plastiksackerl hat mehr als seine Schuldigkeit getan

Massive Umweltbelastungen sind durch Tragtaschen aus alternativen Rohstoffen vermeidbar

Wien (OTS) - "Schon sein Vorgänger Josef Pröll hat die durchschnittlich pro Jahr in Österreich in Umlauf gebrachten 7.000 Tonnen Polyethylen-Sackerln als maßgeblichen Baustein der rapide wachsenden Müllberge durchschaut", so heute FPÖ-Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer. "Leider wurde diese Erkenntnis, wie bei Josef Pröll üblich, nicht in Maßnahmen umgesetzt. Ich hoffe deshalb sehr, dass Nikolaus Berlakovich seine diesbezüglichen Überlegungen in Taten münden lässt."

Alleine in Österreich fielen jährlich über 400 Millionen zu entsorgende Plastiktüten an. Dabei ließe sich dieser Teil des Müllberges ohne großen Aufwand abbauen. Und zwar längst nicht nur durch Papier- und Stofftaschen. Biokunststofftaschen aus nachwachsenden Rohstoffen seien kaum teurer als ihre Verwandtschaft aus Plastik, könnten sie in entsprechender Menge erzeugt werden. Dazu allerdings müsse die Politik den Startschuss geben.

"Der Verrottungsprozess heute gebräuchlicher Verpackungsfolien, die durchwegs petrochemischen Ursprungs sind, dauert zwischen 400 und 600 Jahren", berichtet Hofer. "Entwicklung und vermehrter Einsatz markttauglicher Alternativen sind deshalb geboten. Denn Biokunststoffe verrotten rasch und rückstandsfrei und entlasten die limitierten Ressourcen. Durch die Verwendung landwirtschaftlicher Abfälle und Überkapazitäten eröffnen sich den Bauern neue Absatzmöglichkeiten."

Hofer abschließend: "Als Ausgangsstoffe eignen sich Zucker, Zellulose und Pflanzenstärke, die aus Erdäpfeln, Mais, Weizen und Zuckerrüben gewonnen wird. Durch Gärprozesse entsteht Polymilchsäure (PLA), die Produkten petrochemischen Ursprungs nicht nur bei Sauerstoffdurchlässigkeit und Temperaturbeständigkeit überlegen ist. Das Problem verminderter Reißfestigkeit, wie von durchnässten Papiertüten bekannt, tritt erst gar nicht in Erscheinung. Der Rest ist eine Frage des politischen Wollens."

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