Ö3-Verkehrsaward: Ö3verin des Jahres kommt aus dem Burgenland

15 Jahre Ö3ver - Verkehrssicherheit als Service

Wien (OTS) - Zum bereits achten Mal prämieren das Hitradio Ö3 und das Innenministerium all jene mit dem "Ö3-Verkehrsaward", die tagtäglich einen Beitrag zur Verkehrssicherheit in Österreich leisten: Dazu gehören Vertreter aus den Bereichen Polizei, Rettung, Feuerwehr, Straßenmeisterei und über 16.000 Ö3ver. Melanie Giefing aus dem Burgenland wurde am 9. März im Rahmen der Ö3-Verkehrsaward-Verleihung als Ö3verin des Jahres ausgezeichnet. Überreicht wurde die Auszeichnung von der Bundesministerin für Inneres Dr. Maria Fekter, dem ORF-Hörfunkdirektor Dr. Willy Mitsche und dem Ö3-Senderchef Georg Spatt. Zusätzlich wurde ein Jubiläum gefeiert - 15 Jahre Ö3ver!

300 Millionen Kilometer im Jahr, rund um die Uhr unterwegs auf Österreichs Straßen und das bei jedem Wetter: Den Ö3vern entgeht nichts, sei es der Stau vor der Baustelle, die Autobahnsperre nach einem Unfall oder der verlorene Reifen. Waren es 1994 eine Handvoll engagierter Autofahrer, die mit ihren ersten Autotelefonen die Ö3-Verkehrsredaktion informiert haben, so sind es heute über 16.000 ehrenamtliche Staumelder. Mit der Ö3ver-Idee hat die Verkehrsredaktion den direkten Draht zum Geschehen auf der Straße. Die Ö3ver gehören zu den wichtigsten Informationsquellen, zusammen mit den Blaulichtorganisationen und den Straßenmeistereien. Das erfolgreiche Konzept der Ö3ver haben bereits viele andere europäische Radiostationen übernommen.

Der Ö3-Verkehrsaward - die Preisträger:

Kategorie: Ö3verin des Jahres
Preisträgerin: Melanie Giefing aus dem Burgenland

Melanie Giefing verbringt täglich zwei Stunden im Auto. Sie pendelt vom Mittelburgenland in den Raum Bruck an der Leitha. Tag für Tag beobachtet sie auf der 90 km langen Strecke waghalsige Überholmanöver, gerät in Staus im Frühverkehr auf der S31 im Raum Eisenstadt oder manchmal auch vor Unfallstellen auf besonders gefährlichen Abschnitten wie der B50 zwischen Eisenstadt und Parndorf. Wann immer Melanie Giefing Gefahrensituationen und Staus auffallen, informiert sie die Ö3-Verkehrsredaktion. Von ihren Angaben profitieren tausende Autofahrer im Burgenland und im östlichen Niederösterreich. Und sie leistet damit einen wertvollen Beitrag für die Verkehrssicherheit.

Kategorie: Rettung
Preisträger: ÖAMTC Flugrettung

25. März 2008: Dichtes Schneegestöber, nur wenige Meter Sicht und dann die Katastrophe: 80 Fahrzeuge krachen ineinander. Über hunderte Meter umgestürzte Fahrzeuge, verstreute Autoteile, aufgerissene LKW, dazwischen unzählige Verletzte.
Die "gelben Engel" werde sie gerne genannt und zutreffender könnte man sie an diesem Tag nicht beschreiben. Trotz des Schneesturms machen sich drei ÖAMTC - Hubschrauber auf, um zur Unglückstelle ins Oberösterreichische Seengebiet zur Westautobahn zu fliegen. Aus Salzburg Christophorus 6, aus Linz Christophorus 10 und aus Suben Christophorus Europa 3. Immer wieder müssen sie aufgrund des Wetters Zwischenlandungen einlegen, aber sie geben nicht auf und gelangen schließlich zum Unfallort. Eine Tote gibt es bei dieser Massenkarambolage zu beklagen. Wären die Teams der ÖAMTC-Notarzthubschrauber nicht so mutig gewesen, würde die Bilanz um einiges Schlimmer aussehen. Seit 25 Jahren kümmert sich die Flugrettung um diese und andere Fälle. Über 14.000 Einsätze im Jahr, teilweise unter Einsatz ihres eigenen Lebens.

Kategorie: Feuerwehr
Preisträger: Freiwillige Feuerwehr Töschling

07. Februar 2008 - 7 Uhr Früh: Ein LKW-Lenker kommt ins Schleudern. 21 Fahrzeuge krachen in den Laster. Eine äußerst schwierige Situation auch für die Freiwillige Feuerwehr Töschling. Die Südautobahn bleibt bei Pörtschach stundenlang gesperrt. Fahrzeuge die ineinander verkeilt sind, eingeklemmte Personen. Burghart Susits von der Feuerwehr Töschling hat die Ö3-Verkehrsredaktion laufend über die Arbeiten informiert, so dass sich auch die Verkehrsteilnehmer ein Bild von der Situation machen konnten. Nach fast sechs Stunden sind die Arbeiten beendet und die Autobahn wieder frei.

Kategorie: Polizei
Preisträger: Autobahnpolizei Altlengbach

22. Mai 2008 - kurz nach Mitternacht: Schauplatz Westautobahn Richtung Wien, kurz vor Böheimkirchen: Ein LKW gerät ins Schleudern und stürzt um, beladen mit einer schweren Baumaschine. Teile der Ladung liegen über die gesamte Fahrbahn verstreut - eine akute Gefahr für die nachfolgenden Autofahrer. Die Autobahnpolizei informiert die Verkehrsredaktion, Ö3 bringt die Warnung sofort. Zeitgleich treffen die Polizeistreifen ein. Dadurch können Folgeunfälle verhindert werden. Zwei der drei Fahrspuren werden für die Dauer der LKW-Bergung gesperrt. Insgesamt sind am Standort Altlengbach 24 Beamte im Schichtdienst mit vier Polizeifahrzeugen im Einsatz - rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres. So wird die Verkehrssicherheit auf der A1 zwischen Wien und St. Pölten optimal gewährleistet.

Kategorie: Straßenmeisterei
Preisträger: Tunnelwarte Arding

38 Mitarbeiter, vom Elektriker über den Sachbearbeiter bis hin zum Autobahnmeister sind in der Autobahnmeisterei Ardning der ASFINAG sieben Tage in der Woche rund um die Uhr im Einsatz. Sieben LKW, ein Schlammsaugwagen, eine Kehrmaschine, fünf Pritschenwägen und drei PKW gehören zur Grundausstattung. 55 Autobahnkilometer werden damit zu jeder Tages- und Nachtzeit gereinigt, gekehrt, abgesichert oder repariert. Am 17. Juni 2008 kracht ein LKW in die Tunnelwand des Bosrucktunnels, ein zweiter LKW fährt von hinten auf. Innerhalb kürzester Zeit aktiviert die Autobahnmeisterei die Tunnelsperre, kommt an den Unfallort und versorgt die Ö3-Verkehrsredaktion zuverlässig mit den neuesten Informationen. Aber nicht nur bei Unfällen funktioniert die Kommunikation ausgezeichnet. Egal ob hängengebliebene LKW, Schwertransporte, Kanaldeckelarbeiten, Schäferhunde, die auf der Fahrbahn herumlaufen oder Kabel, die von Tunneldecken hinunter hängen: Die Autobahnmeisterei Ardning vergisst bei aller Hektik nie die Ö3-Verkehrsredaktion auf dem Laufenden zu halten und leistet damit einen wesentlichen Beitrag für die Sicherheit auf Österreichs Straßen.

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