BZÖ-Petzner: Staatsanwaltschaft und Rechnungshof müssen ORF-Hoanzl-Deal prüfen

Millionenschaden für ORF durch Freunderlwirtschaft?

Wien (OTS) - BZÖ-Mediensprecher Stefan Petzner verlangt rund um
den dubiosen Verkauf des ORF-Archivs umfassende Erhebungen der Staatsanwaltschaft und eine Prüfung durch den Rechnungshof. Der ORF hat Ende Dezember 2008 die Verwertungsrechte seines wertvollsten Archivmaterials an die private Hoanzl-Vertriebs GesmbH für 10 Jahre übertragen. Abgesehen davon, dass der ORF dadurch künftig nur 20 Prozent der Verwertungserlöse seines eigenen Archivs erhält, wirft dieser Deal für Petzner einige Fragen auf. "Warum verschleudert der ORF die Rechte an seinen Produktionen an eine private Firma, obwohl hausintern eine eigene Mediathek mittels einer Online-Plattform basierend auf einem video-on-demand-system, wie bei ZDF und ARD dies bereits Standard ist, aufgebaut werden soll? Stimmt es, dass, wie aus Kreisen des ORF verlautbart wird, der ORF-Kommunikationschef und vehemente Befürworter dieses Deals Pius Strobl bis vor kurzem dieselbe Meldeadresse wie Hoanzl-Geschäftsführer Georg Hoanzl hatte? Stimmt es, dass dieser Vertrag trotz massiven Widerstandes von Direktoren und Abteilungsleitern in Rekordzeit durchgedrückt wurde? Ist es die Wahrheit, dass Enterprise-Chef Zinggl nicht einmal rechtlich befugt war, diesen Vertrag abzuschließen? Warum kassiert der ORF nur 20 Prozent der Erlöse, jeder Starmania-Teilnehmer muss mehr abliefern? Hier wird mit öffentlichem Eigentum im besten Fall Schindluder getrieben. Es besteht aber durchaus der Verdacht, dass über eine Freunderlwirtschaft, hier Unternehmensinteressen des ORF bewusst geschädigt worden sind. Das BZÖ fordert Staatsanwaltschaft und Rechnungshof auf, hier aktiv zu werden und diesen Verdacht zu prüfen", so Petzner.

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