Arbeitsplätze, Einkommen und Zukunft sichern: Das AK-Aktionsprogramm gegen die Krise

Linz (OTS) - Die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich ist im Februar so stark angestiegen wie noch nie zuvor seit 1945. Die Wirtschaftsprognosen lassen keine rasche Besserung erwarten. "Wir haben ein Programm erarbeitet, das helfen soll, die Krise zu meistern", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer, "nun sind Land und Bund gefordert."

Die Arbeitslosigkeit ist im Jahresvergleich im Februar mehr als 44 Prozent gestiegen, die Zukunftsaussichten sind düster. Die bisher geplanten Maßnahmen auf Landes- und Bundesebene werden nicht ausreichen, um die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise auch nur teilweise zu mildern.

Das Aktionsprogramm der AK sieht vor, dass Land und Bund aktiv gegen die Wirtschaftskrise vorgehen. Konkret fordert die Arbeiterkammer:

Eine Infrastrukturoffensive sowie ein Konjunkturpaket für die Gemeinden. Das Land Oberösterreich soll dazu eine Landes-Investitionsanleihe in Höhe von 500 Millionen Euro auflegen.

Die Bildung einer Jugend-Ausbildungsgesellschaft ähnlich der bereits bestehenden TMG. Darüber hinaus muss die Ausbildungsgarantie für Jugendliche rasch umgesetzt werden. Die AK fordert Sozialpartner und Land Oberösterreich auf, sich gemeinsam beim Bund dafür einzusetzen, dass ausreichend Geld dafür zur Verfügung steht.

Arbeitslose müssen sozial besser abgesichert werden, vor allem muss die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld auf 75 Prozent angehoben werden. Die AK fordert die oberösterreichischen Abgeordneten zum Nationalrat auf, dazu einen Initiativantrag einzubringen.

"Das Land Oberösterreich hat ein Konjunkturpaket in Höhe von 350 Millionen Euro angekündigt - bisher leider nur auf dem Papier", kritisiert AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. "Die AK hat bereits mehrmals ein solches Paket gefordert, nach Monaten ist von den großen Ankündigungen nichts zu spüren. Es ist höchste Zeit, zu handeln!"

So sollten ausführungsreife Projekte umgehend umgesetzt werden. Die AK geht selbst mit gutem Beispiel voran, sie wird die Investitionen zur Sanierung ihrer Bezirksstellen so rasch wie möglich umsetzen (Volumen rund fünf Millionen Euro).

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