Vilimsky verlangt umgehende Aufklärung über ominösen Millionendeal zur "ORF-Mediathek"

Auch Offenlegung etwaiger Verflechtungen von ORF-Kommunikationschef Pius Strobl zu Georg Hoanzl dringend notwendig

Wien (OTS) - Die umgehende und umfassende Aufklärung über den ominösen Millionendeal zur "ORF-Mediathek" fordert heute FPÖ-Generalsekretär und stv. Mediensprecher NRAbg. Harald Vilimsky. Demnach wolle der ORF unter mehr als verdächtigen Rahmenbedingungen für zehn Jahre Verwertungsrechte aus seinem wertvollen Archiv zur Vermarktung an die Hoanzl Vertriebs GesmbH übertragen.****

Der ORF hätte über seine Online-Redaktion die attraktive Chance, eine Video-on-Demand-Plattform selbst zu betreiben. Laut Medienberichten (aktuelle Ausgabe des "profil") sei aber Online-Direktor Pranntner der Name "Mediathek" verwehrt worden, weil - so ORF-Chef Wrabetz -"dies für EU-Juristen ein Reizwort sein könne", zugleich aber bereits einer externen Firma übertragen worden. Und dies alle solle am Stiftungsrat vorbeigemogelt werden. Es stelle sich die berechtigte Frage, durch wen ORF-Enterprise-Chef Zinggl bereits im Dezember des Vorjahres autorisiert wurde, diesen ominösen Millionendeal zu unterfertigen, aus welchem dem ORF nun finanziell massiver Schaden erwachsen könne und auch Rechtsbruch nicht ausgeschlossen werde. Da hier Zinggl - auch nach teilweiser ORF-Ansicht - seinen Kompetenzradius bei dem Zehn-Jahres-Deal massiv überschritten haben dürfte, sei nun sofort zu prüfen, inwieweit dieser Vertrag als gegenstandslos betrachtet werden könne, so Vilimsky.

Besonders pikant: Georg Hoanzl, ORF-Vertragspartner für das "Mediathek"-Projekt, habe laut gut informierter Quelle bis vor kurzem im 7. Wiener Bezirk in der Stiftsgasse die selbe Meldeadresse wie der grüne Pius Strobl, ORF-Kommunikationschef und oberster Verfechter dieses faulen Deals, gehabt. Diese Sache stinke bis zum Himmel. Etwaige Verflechtungen zwischen Hoanzl und Strobl, auch über Strohmänner, müssen umgehend offengelegt und aufgeklärt werden, fordert Vilimsky. Ebenso sei die Rolle von ORF-Enterprise-Chef Zinggl als möglicher Nutznießer dieses Projektes zu überprüfen. Bezeichnend und auch verdächtig sei, dass Strobl, trotz des etwaigen Millionenschadens und rechtlich mehr als zweifelhafter Bedingungen, an diesem ominösen Machwerk stur und blind festhalten wolle, kritisierte Vilimsky.

Die ganze Causa gehört sofort und bis ins letzte Detail in den Stiftungsrat. Wenn die massiven Unregelmäßigkeiten und Verdachtslagen nicht gänzlich aufgeklärt werden, kann auch eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft nicht ausgeschlossen werden. Derartiges darf sich der Gebührenzahler, der Stiftungsrat aber auch die Politik nicht bieten lassen, so Vilimsky. (Schluß)

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