Pflegegeld: BZÖ-Haubner lehnt Boykott strikt ab

Nein zu Pflegebedürftigen in Geiselhaft

Wien 2009-03-09 (OTS) - BZÖ-Sozialsprecherin Ursula Haubner lehnt den Boykottaufruf der Ärztekammern Salzburg und Oberösterreich an die Ärzte, Pflegebedürftigen keine Gutachten mehr auszustellen, als "zutiefst verurteilenswert", ab. Die Gutachter wollen in Zukunft mehr Geld und versuchen mittels Bokottaufruf, die Pensionsversicherungsanstalt, die rund 80 Prozent aller Begutachtungen durchführt, zu erpressen. "Hier wird ein wirklich übles Spiel auf dem Rücken der Pflegebedürftigen gespielt. Patienten werden in Geiselhaft genommen und als Druckmittel missbraucht, um höhere Honorare zu erzwingen. Das BZÖ lehnt diese Kampfmaßnahme auf Kosten einer der schwächsten Gruppen unserer Gesellschaft klar ab", so Haubner.

Die BZÖ-Sozialsprecherin fordert sowohl Gesundheitsminister Stöger, wie auch Sozialminister Hundstorfer auf, hier sofort aktiv zu werden und einen Stillstand bei den Pflegegeldzuerkennungen zu verhindern. "10 Prozent aller Pflegebedürftigen erleben schon heute nicht mehr die Zuerkennung des Pflegegeldes. Bereits jetzt leiden viele Patienten unter viel zu langen Wartezeiten und es trifft hier gerade die Menschen, die mittels Pflege wirklich auf Hilfe angewiesen sind". Es zeige sich wieder einmal deutlich, wie wichtig österreichweit einheitliche Leistungskataloge und Tarife im Gesundheitsbereich wären, erneuert Haubner eine langjährige BZÖ-Forderung.

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