"Die Augen" vom Wiener Südbahnhof gehen auf Reisen…

Seit mehr als 14 Jahren prägt die Computerkunstinstallation "Einen Augenblick Zeit"des Linzer Konzept- und Medienkünstlers Hofstetter Kurt die Atmosphäre am Wiener Südbahnhof.

Wien (OTS) - (Wien, 9. März 2009) Der Wiener Südbahnhof wird Ende des Jahres gesperrt und abgetragen.An seiner Stelle werden in den nächsten Jahren der neue Hauptbahnhof Wien und angrenzende Bürogebäude errichtet. Die Bahnhofshalle aus den 50er Jahre ist dann "Geschichte". Zahlreiche Objekte, die viele Jahrzehnte die Bahnhofsatmosphäre prägten,werden diese Geschichte an anderer Stelle weiterhin dokumentieren: So auch die als "die Augen" bekannte Computerkunstinstallation des Konzept- und Medienkünstlers Hofstetter Kurt.

"Für mich sind die Pupillen so etwas wie die schwarzen Löcher der Zeit. Niemand weiß, was im nächsten Augenblick passiert. Die Zeit im Zustand einer nie wiederkehrenden Zahl aus Datum und Uhrzeit hat in über 14 Jahren als Parameter des Zufalls die Installation `Einen Augenblick Zeit´ gesteuert und ihr das Eigenleben gegeben. Sie entschied über das Auf und Zu von mehr als 75 Millionen Augenlidschläge, ihren Verbleib in den Pupillen und über das Ticken quer über die Fahrsteige hinweg, dem die Kopfbewegungen der Reisenden folgten. Ich freue mich, diese Installation temporär im musealen Kontext des ZKM zu zeigen und übergebe sie hiermit Peter Weibel. Er war es, der mich 1989 angeregt hat, mich mit `Zeit´ in meiner künstlerischen Arbeit intensiv auseinanderzusetzen", resümiert der Kunstschaffende Hofstetter Kurt.

Pionierleistung permanenter Computerkunst im öffentlichen Raum
Die Medienkunstinstallation "Einen Augenblick Zeit" zählt zu den heimischen Pionierleistungen permanenter Computerkunst im öffentlichen Raum. Eine weitere Installation von Hofstetter
Kurt, das Werk mit dem Titel "Planet der Pendler mit den 3 Zeitmonden" ist am Bahnhof Wien- Mitte ausgestellt. Die ÖBB haben dafür 1996 den Brunel Award, einen internationalen Preis für Design im Bahnwesen, bekommen.

Für die ÖBB bedeutet das Kunstwerk "eine Bereicherung und Aufwertung des Südbahnhofes",so Claus Stadler, Geschäftsführer der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH. "Bahnhöfe sind ein wichtiger Teil des öffentlichen Raumes. Sie sind Orte des Reisens, der Begegnung und der Kommunikation. Kunstwerke ergänzen und bereichern Bahnhöfe. Für viele Reisende waren `die Augen´ am Südbahnhof ein Denkanstoß und ein Schau-Objekt für kurze Pausen. Die ÖBB sind sehr stolz, dass wir dieses bedeutende Werk der zeitgenössischen Kunst hier
bei uns beherbergen durften."

Ab April ist die Kunstinstallation im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe zu sehen. Peter Weibel, Medienkünstler und Vorstand des ZMK zum Exponat: "Die
Arbeit von Hofstetter zeigt die Augen der Zeit. In dieser Arbeit beobachten Augen die Menschen und gleichzeitig wird die Zeit gezählt. Die Zeit wird zum eigentlichen Beobachter
und wir erleben den vergänglichen Triumph des Jetzt. Das ZKM ist ein Museum der zeitbasierten Künste. Darum ist die Arbeit im ZKM optimal situiert."

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister
Der ÖBB-Konzern sorgt österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rund 43.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,7 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2007 wurden von den ÖBB 447 Mio. Fahrgäste und 97 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBBHolding AG.

Hofstetter Kurt http://www.sunpendulum.at/hofstetterkurt.html Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe http://www.zkm.de

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