AK Preismonitoring: "Chronisch teuer" - gleiche Produkte bei uns nach wie vor viel teurer als in Deutschland 1

Preisnachteile bei österreichischen Diskontern für fast alle Produkte - Seit Dezember 2008 heißt es sogar noch tiefer ins Geldbörsel greifen

Wien (OTS) - Keine Entwarnung bei den Preisen: Noch immer schlagen sich idente Produkte bei Diskontern für Österreicher höher zu Buche als für Deutsche. "Gleiche Produkte belasten heimische Konsumenten um ein Fünftel mehr als deutsche", sagt AK Präsident Herbert Tumpel:
"Die unterschiedliche Mehrwertsteuer rechtfertigt die bei uns höheren Preise nicht. Denn rechnet man die Nettopreise, sind es hier zu Lande noch immer um 18 Prozent mehr." Das zeigt ein aktueller AK Test für 114 idente Lebens- und Reinigungsmittel bei Hofer/Aldi Süd, Lidl und Penny in Wien und Frankfurt.

Im Detail zeigt sich: Die verglichenen identen Produkte sind in den österreichischen Hofer-Filialen (ein Teil der Unternehmensgruppe Aldi Süd) im Durchschnitt um 17 Prozent teurer als in den deutschen Aldi Süd-Filialen. Die Ausrede, dass die Mehrwertsteuer in Deutschland um drei Prozent (für Lebensmittel) und um ein Prozent (für andere Waren) niedriger ist, gilt nicht. Denn: Rechnet man die Mehrwertsteuer heraus, heißt das für Wiener noch immer um 14 Prozent draufzahlen.

Bei Lidl heißt es in den heimischen Filialen um 23 Prozent mehr drauflegen als in den deutschen Geschäften (ohne Umsatzsteuer 20 Prozent).

Heimische Penny-Filialen verlangen um durchschnittlich 21 Prozent mehr als deutsche. Rechnet man die Umsatzsteuer heraus, sind es noch immer 19 Prozent.

"Seit Jahresende müssen heimische Konsumenten nochmals mehr drauflegen", sagt Tumpel. Im Dezember 2008 verlangten die Wiener Diskonter für 118 idente Produkte um durchschnittlich 18 Prozent (ohne Umsatzsteuer 15 Prozent) mehr als die Diskonter in Bayern.

"Die Preisnachteile in Österreich sind bei fast allen Waren quer durch das Sortiment festzustellen", so Tumpel. In Österreich kosten bei Hofer und Lidl 86 Prozent der verglichenen Produkte mehr als in Deutschland. Bei Penny liegt der Wert sogar bei 95 Prozent.

(Forts.)

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