FSG: Pröll gegen Schmied: (Budget)-Not gegen (Lehrer)-Elend

Auf dem Weg zur freudlosen Schule

Wien (FSG) - "In der allgemeinen Diskussion über die Erhöhung der Lehrverpflichtung dürfte es Unterrichtsministerin Schmied und Finanzminister Pröll entgangen sein,
dass die Bundeslehrer bereits im Jahre 2001 mit einem Sparpaket versehen wurden: durch eine Verschlechterung bei den Überstundenzuschlägen sowie bei der Abgeltung der Klassenvorstandstätigkeit, der Kustodiate und der Einzelsupplierungen wurde damals ein Äquivalent für die Erhöhung der Lehrverpflichtung um eine Stunde geschaffen", so der FSG-BMHS-Lehrervertreter Fritz Auer.++++

"Wenn man jetzt fehlende Budgetmittel in eine Erhöhung der Lehrverpflichtung umrechnen und das Ganze noch als Solidarbeitrag für die Finanzkrise verkaufen will, dann bedarf es dazu keiner Unterrichtsministerin sondern nur schlichter Rechenkenntnisse. Von einer Fachministerin hätte man sich mehr erwarten können, nämlich die Aufnahme rechtszeitiger Verhandlungen mit dem sturen Finanzminister Pröll, welcher nicht einmal die notwendigen Budgetmittel für die Biennalsprünge bereitstellen und damit in einem
Arbeitsgang sämtliche pädagogischen Ideen von Schmied verhindern will", Auer.

"Um es einmal klar zu sagen: die Lehrer sind nicht bereit, als einzige Berufsgruppe einen Solidarbeitrag für die Finanzkrise durch eine Arbeitszeiterhöhung zu leisten oder sich pädagogische Innovationen durch Gehaltsverzicht oder Jobverlust zu finanzieren" stellt Auer fest.

"Das unprofessionelle Verhalten von Schmied und Pröll hat zur größten Demotivationswelle seit Einführung der allgemeinen Schulpflicht geführt. Eine freudlose Schule, wo demotivierte Lehrer Dienst nach Vorschrift verrichten; das soll die Schule der Zukunft sein?", fragt sich Auer.

FSG, 9. März 2009 Nr. 20

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