GSV drängt auf raschen Donauausbau

Schrittweise Verbesserungen für die Schifffahrt müssen sofort beginnen

Wien (OTS) - Der Ausbau der Donau zu einem leistungsfähigen Transportweg für den Güterverkehr müsse als Beitrag zu Konjunkturpaket und Infrastrukturoffensive sofort beginnen, um schrittweise Verbesserungen zu erzielen, fordert die Österreichische Gesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (GSV).

Die GSV-Experten warnen davor, den Donauausbau gewissermaßen "mit halber Kraft voraus" zu betreiben, weil in der gegenwärtigen Wirtschaftslage auf Schiene und Straße die verfügbaren Frachtraumkapazitäten ohnedies nicht ausgeschöpft würden.

Nach den aktuellen Plänen würde die Donau östlich von Wien erst um das Jahr 2016 ausgebaut sein. Bis dahin werde sich die Wirtschaft längst wieder erholt haben und das Transportaufkommen deutlich gestiegen sein, betont GSV-Generalsekretär Peter Kudlicza.

Ein Großteil des Güteraustausches zwischen dem Fernen Osten und Mitteleuropa werde dann wohl auf der Straße transportiert werden; das internationale Frächter-Netzwerk bereitet sich hierauf bereits intensiv vor. Die GSV verweist darauf, dass der Ausbau der Donau in ihrer gesamten schiffbaren Länge rund 1,5 Milliarden Euro kosten würde, während die Sanierung der Bahninfrastruktur im parallelen Korridor IV mit etwa 10 Milliarden Euro veranschlagt werde.

Die Österreichische Bundesregierung möge, so Kudlicza, in Brüssel vorstellig werden, um Deutschland zur Beseitigung des größten Hindernisses für die Donauschifffahrt - den bayerischen Streckenabschnitt Straubing-Vilshofen - zu drängen. "Diese Engstelle ist kein deutsches, sondern ein europäisches Problem", heißt es abschließend.

GSV im Internet: www.gsv.co.at

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