FPÖ: Verzögerung der Pflegegeldverfahren wäre eine Katastrophe für tausende Betroffene

Schon jetzt stirbt jeder zehnte Anspruchsberechtigte vor Abschluss des Verfahrens

Wien (OTS) - FPÖ-Behindertensprecher NAbg. Norbert Hofer fordert Bundeskanzler Faymann auf, die Schlichtung des Streits rund um Honorare zur Begutachtung von pflegebedürftigen Menschen zur Chefsache zu erklären. Die unschöne Auseinandersetzung zwischen Ärzten und den Sozialversicherungen drohe zum Desaster für tausende Betroffene zu werden.

Die Salzburger und Öberösterreichische Ärztekammer haben ihre Ärzte aufgerufen, Pflegegeld-Anwärter nicht mehr zu begutachten. Grund dafür ist eine Auseinandersetzung über die Höhe des Honorars. Die Ärtze der PVA, die knapp 80 Prozent aller Begutachtungen durchführen, verlangen mehr Geld.

Norbert Hofer: "Schon jetzt stirbt jeder zehnte Betroffene, bevor das Pflegegeld ausgezahlt wird. Der Aufruf zum Boykott ist eine absolute Katastrophe. Ich ersuche den Bundeskanzler dringend, sich persönlich um eine umgehende Schlichtung des Streits zu bemühen."

Hofer übt in diesem Zusammenhang Kritik an der Ärztekammer Salzburg und Oberösterreich: "Dieser Aufruf ist unmenschlich und schlichtweg eine Grauslichkeit, die auf dem Rücken pflegebedürftiger Menschen ausgetragen wird. Es muss doch möglich sein, vernünftig zu verhandeln, ohne die Menschen im Stich zu lassen."

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