Österreichischen Exportprodukten drohen Strafzölle wegen Genpflanzen-Anbauverbot

Linz (OTS) - Wie die Rundschau am Sonntag berichtet, gibt es Befürchtungen, dass die USA mit Genehmigung der Welthandelsorganisation (WTO) Strafzölle auf österreichische Produkte einführen könnten. Grund: Das Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen, das von der EU weiterhin geduldet wird. Grundsätzlich träfen Forderungen nach Schadenersatz oder Strafzölle die gesamte EU. "Aus den Erfahrungen der Vergangenheit besteht aber der Verdacht, dass dabei gezielt auf österreichische Produkte losgegangen wird, weil die Amerikaner wissen, dass wir das Anbauverbot eingefädelt haben", sagt der oberösterreichische EU-Parlamentarier Paul Rübig im Gespräch mit der Rundschau am Sonntag. Für Berthold Berger-Henoch, Büroleiter der Industriellenvereinigung in Brüssel, ist es nicht ausgeschlossen, dass die Amerikaner zu Strafzöllen greifen, "und das könnte im schlimmsten Fall sehr weh tun". Gerade in Zeiten wie diesen sei aber niemand an einem Handelskrieg interessiert.

Rückfragen & Kontakt:

Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Winkler
Chefredakteur der Rundschau am Sonntag
thomas.winkler@rundschau.co.at
0699/16 13 12 14

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OOE0001