Nach Busbrand stellt ÖAMTC die Frage, worauf wartet die Politik?

Automatische Löschsysteme helfen, Katastrophen verhindern

Wien (OTS) - Was muss noch alles passieren, um die Politiker zum Handeln zu bewegen?" Diese Frage stellt Mario Rohracher, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung anlässlich des Brandes eines mit Schülern vollbesetzten Busses auf der Tauern Autobahn (A 10). In 75 Prozent aller Fälle von Busbränden entsteht der Brand im Motorraum. "Wäre der deutsche Bus mit einem automatischen Löschsystem ausgerüstet gewesen, hätten Sensoren darauf aufmerksam gemacht. Dem Buschauffeur wäre somit noch ausreichend Zeit geblieben, in eine Pannenbucht auszuweichen. Der Folgeunfall aufgrund von zu geringem Abstand auf nasser Fahrbahn wäre dadurch aller Wahrscheinlichkeit nach vermeidbar gewesen", erklärt der ÖAMTC-Experte.

Doch nicht alle Unfälle mit Fahrzeugbrand enden so glimpflich wie der heutige. Schließlich sind schon längst serienreife, automatische Löschsysteme in den Schubladen der Hersteller, nur das politische Bekenntnis zu mehr Sicherheit lässt noch immer auf sich warten. Und das, obwohl kein Tag ohne Meldung über einen Fahrzeugbrand vergeht. "Täglich kommt es österreichweit fünf Mal vor, dass ein Fahrzeug Feuer fängt. Jede dieser Situationen bringt Menschen in Lebensgefahr. Und trotzdem weigern sich Politik und Autoindustrie beharrlich, den Einbau längst serienreifer Löschsysteme in Busse und Nutzfahrzeuge zu forcieren", kritisiert der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Der ÖAMTC fordert einmal mehr, dass alle Pkw, Lkw und Busse mit automatischen Löschanlagen ausgerüstet werden. Nur so kann ein Fahrzeugbrand rasch gelöscht werden. "Wenn man diese Forderung des ÖAMTC auf EU-Ebene und dann national umsetzt, könnten über 90 Prozent der Fahrzeugbrände vermieden bzw. deren Folgen minimiert werden", ist der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung überzeugt.

Nur 20 Prozent der Fahrzeughalter führen Feuerlöscher mit

Derzeit kann man sich nur durch Mitführen eines Feuerlöschers selbst schützen oder anderen helfen. Eine ÖAMTC-Erhebung bei knapp 3.000 Autos hat allerdings gezeigt, dass nur in knapp 20 Prozent aller Pkw ein Feuerlöscher mitgeführt wird. "Das liegt auch an den fehlenden Halterungen", so Rohracher. Deshalb fordert der ÖAMTC von der EU im ersten Schritt die Festlegung genormter Befestigungsvorkehrungen für 2-kg-Norm-Feuerlöscher. Derzeit scheitert der Einbau von Feuerlöschern oft daran, dass im Fahrzeuginneren die Beinfreiheit des Beifahrers eingeschränkt wird. Im Kofferraum montierte Handfeuerlöscher nehmen viel Platz in Anspruch und können bei unsachgemäßer Montage bei einer Notbremsung zum gefährlichen Geschoss werden.

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