Bundespräsident Fischer: Einbeziehung Betroffener für Armutsbekämpfung wichtig

Österreichweites Treffen "Sichtbar Werden" von Menschen mit Armutserfahrungen

Wien (OTS) - "Alle Menschen sind gleich an Würde. Niemand darf als weniger wert behandelt werden.", betonte Bundespräsident Heinz Fischer zu Beginn des österreichweiten Treffens von Menschen mit Armutserfahrungen am Freitag in Wien. Im Gespräch mit dem Bundespräsidenten kamen die konkreten Realitäten von Erwerbsarbeitslosen, Straßenzeitungs-VerkäuferInnen, AlleinerzieherInnen, Menschen mit psychischen bzw. physischen Beeinträchtigungen und Flüchtlingen zur Sprache. Zentrales Thema waren Wege aus der Armut. "Nur mit der Einbeziehung Betroffener kann Armut effektiv bekämpft werden.", resümiert der Bundespräsident.

Alleinerziehend, ohne Erwerbsarbeit, mit Migrationshintergrund, AsylwerberIn, wohnungslos, psychisch krank oder behindert. Auf wen eines - oder mehrere - dieser Attribute zutrifft, die oder der zählt zu den in Österreich am stärksten von Armut betroffenen Gruppen. "Wir wollen unsere Alltagserfahrungen, die alltäglichen Einschränkungen und Hindernisse, aber auch unser Können, unsere Stärken und unsere Vorschläge für Verbesserungen sichtbar machen". Am Gespräch mit den Betroffenen nahmen neben dem Bundespräsidenten, Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Christoph Hörhan vom Fonds Gesundes Österreich, AMS-Vorstand Herbert Buchinger, Gleichbehandlungsbeauftrage Ingrid Nikolay-Leitner ,VertreterInnen von Arbeiter- und Wirtschaftskammer, ÖGB, der Ärztekammer, der Justiz, Beamte des Sozialbehörde, der Volksanwaltschaft und MitarbeiterInnen von Bildungseinrichtungen teil.

Im Sinne einer verstärkten Vermeidung und Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung will das Projekt "sichtbar werden!" Anliegen, Leistungen, Probleme und Notwendigkeiten von selbstorganisierten Betroffenengruppen aufzeigen und Möglichkeiten des Austausches, der Vernetzung und (Weiter-)Entwicklung von Veränderungsstrategien schaffen. Das von der Armutskonferenz koordinierte Projekt versteht sich als Beitrag zu einer umfassenden Strategie der Armutsbekämpfung unter Einbeziehung aller Akteure, wie sie beim europäischen Rat von Nizza von allen europäischen Staatschefs beschlossen wurde.

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