Hundstorfer zum Weltfrauentag: Frauenförderung am Beschäftigungsmarkt ist oberstes Gebot

Arbeitsmarktpolitische Zielvorgabe: Aufhebung der geschlechtsspezifischen Teilung des Arbeitsmarktes

Wien (BMASK) - Zum Weltfrauentag nahm heute Sozial- und Arbeitsminister Rudolf Hundstorfer Stellung. Er betonte dabei, dass in den arbeitsmarktpolitischen Zielvorgaben an das AMS wesentliche Schwerpunkte gesetzt wurden, die der Beschäftigung von Frauen zugute kommen: "Trotz internationaler Finanz- und Konjunkturkrise nimmt die Zahl der unselbständig beschäftigten Frauen weiter zu. Im Februar 2009 waren um 13.989 Frauen mehr als noch ein Jahr zuvor als beschäftigt registriert. Das ist die gute Nachricht. Dennoch ist Ende Februar gegenüber dem Vorjahr leider auch die Zahl der arbeitslosen Frauen angestiegen. Hier müssen wir gegensteuern. was wir durch unsere verstärkten Maßnahmen im Bereich des AMS getan haben - und noch weiter tun werden." ****

Ztl.: Arbeitsmarkt - Erwerbsbeteiligung von Frauen steigt in Zeiten der Wirtschaftskrise

Die Beschäftigungsquote von Frauen lag bereits im Jahr 2007 (letzt verfügbarer Wert) mit 64,4 Prozent deutlich über dem Durchschnitt der EU 27 (58,3 Prozent) und gleich nach den skandinavischen Mitgliedsstaaten an 4. Stelle in der Union. "Damit ist das EU-Ziel einer Frauenbeschäftigungsquote bis 2010 von 60 Prozent schon sehr deutlich überschritten", so Hundstorfer. 41 Prozent der Frauen sind teilzeitbeschäftigt. Damit ist die Teilzeitquote in den vergangenen 10 Jahren um 10 Prozentpunkte angestiegen. Dennoch ist auch die Zahl der arbeitslosen Frauen Ende Februar 2009 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Sie hat 102.868 betragen und ist damit um 11.213 bzw. 12,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert gestiegen.

Ztl.: Verstärkte Maßnahmen und Qualifizierungsschwerpunkte für Frauen seitens des Arbeitsmarktservice

"In meinen arbeitsmarktpolitischen Zielvorgaben an das Arbeitsmarktservice wurde als einer der wesentlichen arbeitsmarktpolitischen Schwerpunkte die Mitwirkung des AMS bei der Aufhebung der geschlechtsspezifischen Teilung des Arbeitsmarktes mit besonderem Blickpunkt auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hervorgehoben. In der Arbeitsmarktpolitik wird Gender Mainstreaming auf breiter Basis berücksichtigt und stellt eine wesentliche Leitlinie der Politik und Strategie dar", so der Sozialminister. Arbeitsmarktpolitische Ziele sind, dass Frauen und Männer gleichermaßen auf Existenzsichernde Arbeitsplätze ins Erwerbsleben integriert werden, den gleichen Zugang zu allen Berufen haben und sich gleichermaßen auf alle hierarchischen Ebenen der Arbeitswelt verteilen.

Durch die Förderung der Qualifizierung von Frauen wird zudem zur Verbesserung ihrer Arbeitsmarktchancen und Sicherung der beruflichen Existenz beigetragen. Einen Schwerpunkt bildet die Qualifizierung von arbeitslosen Frauen mit fehlenden oder am Arbeitsmarkt nicht mehr verwertbaren Qualifikationen und berufsfachlichen Kenntnissen. Trotz des noch stärkeren Augenmerks auf qualitativ hochwertige und daher auch kostenintensivere Maßnahmen konnte 2008 mit ca. 128.195 neu geförderten Frauen (+ 1,95 Prozent gegenüber dem Vorjahr) das hohes Niveau bei den Qualifizierungen noch ausgeweitet werden.

Im Rahmen diverser Programme und Maßnahmen - wie etwa "Frauen in Handwerk und Technik", "Qualifizierungsoffensive Metallfachkräfte" oder "Regionale Fachkräfteausbildung" - werden Frauen besonders berücksichtigt. Durch die "Ausbildungsgarantie für Jugendliche" wurden für das Ausbildungsjahr 2008/2009 seitens des AMS Österreich Ende Dezember 2008 rund 10.300 Lehrgangsplätze (inkl. Lehrabschlusskurse), davon 47 Prozent für Frauen, geplant. Ein weiterer Schwerpunkt wird auch bei der Förderung von Frauen beim Wiedereinstieg in das Berufsleben gesetzt: Für 2009 ist geplant, ca. 43.600 Wiedereinsteigerinnen zu qualifizieren bzw. in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Ztl.: Förderung von Frauen im BMASK

"Das Sozialministerium bekennt sich zu einer aktiven Gleichbehandlungs- und Frauenförderungspolitik und setzt in diesen Bereichen ein breit gefächertes Spektrum an Aktivitäten um", unterstreicht der Minister Hundstorfer. Wichtiges Instrument ist dabei der Frauenförderungsplan des BMASK (2007), worin u. a. konkrete Zielvorgaben zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen vorgesehen sind. Das BMASK hat bereits generell einen Frauenanteil von ungefähr 40 Prozent in Führungspositionen bzw. in stellvertretenden Leitungen. Weitere wichtige Punkte sind u. a. speziell für Frauen konzipierte Weiterbildungsmaßnahmen, Förderung von Teilzeitbeschäftigung im Sinne einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, entsprechende Unterstützung beim Wiedereinstieg sowie bei der Inanspruchnahme der Väterkarenz.

Ein umfassendes Maßnahmenbündel steht im BMASK auch im Bereich Gender Mainstreaming zur Verfügung. Die wichtigsten Teilbereiche aus Sicht des BMASK sind: Gender Mainstreaming bei Förderungen und bei der öffentlichen Vergabe, Gender Budgeting, Mentoring-Projekte für Frauen sowie Gender-Trainings im Rahmen der internen Weiterbildungsmaßnahmen und Grundausbildung. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Norbert Schnurrer
Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2246
www.bmask.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSO0001