Scheele: Tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter noch lange nicht erreicht

Geschlechterrollen spielen sich vor allem in den Köpfen ab

St. Pölten (SPI) - "Ich möchte den morgigen internationalen Frauentag dazu nutzen einmal mehr darauf aufmerksam zu machen, dass wir zwar bereits viel für die Gleichstellung von Mann und Frau erreicht haben, aber dass noch mindestens ebensoviel getan werden muss", so LRin Mag.a Karin Scheele anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März 2009. "Ich möchte keinesfalls Familienpolitik mit Frauenpolitik gleichsetzen, denn Familie geht schließlich immer beide Geschlechter an. Aber die Praxis zeigt, dass von vielen familienpolitischen Maßnahmen wie etwa der Frage der Kinderbetreuungsplätze ganz besonders Frauen betroffen sind. Denn gerade sie sind es, die wegen fehlender oder zu unflexibler Kinderbetreuungsplätze nicht oder nur Teilzeit arbeiten können und damit schlechtere Einkommens- und Karrierechancen in Kauf nehmen müssen", macht Landesrätin Mag.a Karin Scheele aufmerksam. "Anzustreben ist auch die Schaffung des Gratis-Kindergartens am Nachmittag mit der entsprechenden pädagogischen Betreuung, weil der Kindergarten auch eine wichtige Bildungseinrichtung ist", so LRin Scheele weiter. ****

"Aber auch in vielen anderen Bereichen sind Frauen nach wie vor in der Praxis benachteiligt. Gleichberechtigung der Geschlechter spielt sich nämlich nicht nur in Gesetzen ab, sondern vor allem in den Köpfen der Menschen. Das beginnt mit der Berufswahl von Mädchen und geht bis hin zur Sprache. Denn Sprache erzeugt immer auch Bilder im Kopf und jedes Wort - und damit natürlich auch jede Berufsbezeichnung - das nur in der männlichen Form existiert, wird in Gedanken immer nur ein männliches Bild erzeugen. Wer immer nur vom Arzt spricht, wird auch immer nur den männlichen Arzt vor seinem ‚geistigen Auge’ sehen", betont LRin Scheele. "Mir ist es wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind, dass wir zwar die formelle Gleichberechtigung erreicht haben, aber eben leider noch nicht die tatsächliche Gleichstellung von Männern und Frauen. Daran gilt es, auch in Zukunft weiter mit viel Engagement zu arbeiten", so LRin Mag.a Scheele abschließend. (Schluss) kr

Rückfragen & Kontakt:

Rita Klement
Pressereferentin

rita.klement@noel.gv.at

0676/7007309
02742/9005/12560

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0002