Radiologie in der Notfallmedizin: Ganzkörper-CT zur raschen Erkennung von Verletzungen

Beim 21. Europäischen Radiologenkongress (ECR), der derzeit im Wiener Austria Center stattfindet, sind nicht nur Radiologen, sondern auch Notfallmediziner eingeladen.

Wien (OTS) - Grund dafür ist eine spezielle Vortragsreihe, in der die Radiologie auf eine andere medizinische Disziplin trifft, um gemeinsame Arbeit zu präsentieren. Heuer ist die Notfallmedizin eingeladen und österreichische Unfall- und Notfallaufnahmen haben so die Möglichkeit, ihre vorbildlichen Standards und Arbeitsabläufe auf dem Gebiet der Versorgung von Trauma-Patienten zu präsentieren.

Unter einem Trauma versteht man in der Medizin und Biologie eine Schädigung, Verletzung oder Wunde, die durch Gewalteinwirkung von außen entstanden ist. Durch Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Unfallchirurgie, Trauma-Anästhesie und Radiologie ist es in den österreichischen Unfallaufnahmen möglich, früh Verletzungen zu erkennen und entsprechende Behandlungsschritte einzuleiten. Die unmittelbare Durchführung eines Ganzkörper-Computer Tomogramms durch den Radiologen im Team ermöglicht dabei in einer einzigen Untersuchung das Erkennen aller relevanten Verletzungen ohne weitere Zusatzmittel. Das wiederum garantiert, dass so früh als möglich mit der richtigen Behandlung begonnen werden kann.

Wie bei der klassischen Röntgenuntersuchung macht sich die Computertomographie die unterschiedliche Durchlässigkeit verschiedener Gewebearten zunutze. Im Unterschied zum "konventionellen" Röntgen, das ein zweidimensionales Bild produziert, liefert die Computertomographie Schnittbilder (tome, altgriech. Schnitt) durch den Körper oder einen bestimmten Körperteil. Mit den Schichtaufnahmen werden mittels eines Computers Strukturen des Körperinneren dreidimensional dargestellt. So können in wenigen Minuten - die bei einem Notfall entscheidend für die langfristigen Folgen des Patienten sind - von Kopf bis Fuß alle Organe, Gefäße und Knochen untersucht werden.

Heute findet am ECR um 16:00 ein Vortrag statt, der gemeinsam von der ESR (Europäische Gesellschaft für Radiologie) und der EuSEM (European Society for Emergency Medicine) gestaltet wurde. Notfallmediziner haben für den gesamten Radiologenkongress kostenlosen Zugang.

Der European Congress of Radiology (ECR) ist das jährliche Treffen der European Society of Radiology (ESR), der am schnellsten wachsenden medizinischen Gesellschaft der Welt mit derzeit 44.500 Mitgliedern. Der ECR bringt jährlich 18.000 Teilnehmer aus ca. 100 Ländern nach Wien; die begleitende Industrieausstellung präsentiert 285 Aussteller auf 26.000 m2.

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