FA-Rösch: Vorstand muss Postamtsschließungen verhindern

Schließungen trotz 163 Millionen Euro Gewinn mehr als dreist

Wien, 06-03-2009 (fpd) - Mit der Gründung von 450 Post-Partnerschaften werde versucht, die Schließung von 293 Postämtern in den Bundesländern zu relativieren, ärgert sich der Obmann der Freiheitlichen Arbeitnehmer Ing. Bernhard Rösch. Was ist das für ein Vorstand, der den Betroffenen solche rigorosen Strukturänderungen per Medien und per Post ausrichten lässt? Unfassbar, wie hier mit Arbeitnehmern umgegangen werde. Schon im Dezember 2008 fand ein Streiktag statt. Da sich das Postmanagement mit ihren Aktionen auch weiterhin an keine Umgangsformen und Absprachen halte, sei es wenig verwunderlich, wenn dieses Mittel auch nun wieder zur Anwendung käme.

Sehr bezeichnend sei auch, dass in solch einer Krise, Postchef Anton Wais den Hut nehme und das Unternehmen verlässt. Werde der ehemalige Post-General nun in den höchsten Tönen gelobt, so erinnere er, Rösch, daran, dass unter Wais bereits rund 900 Postämter zugesperrt und 600 unkündbare Beamte in ein Jobcenter ausgelagert worden sind. Das Schicksal der bereits ausgelagerten Postler, die durch Schikane und Verdammung zur Untätigkeit, zur freiwilligen Aufgabe ihrer Arbeitsstelle gezwungen werden, würden wahrscheinlich auch die neuen ausgelagerten Postler teilen.

Schon bei der ersten Schließungs- und Auslagerungswelle erklärte Post-Generaldirektor Wais in der ZiB2 " die Zahlen sind nur Teil einer mittelfristigen Planungsrechnung und die Post muss sich auf die Marktöffnung vorbereiten." Was er damit gemeint habe, sei klar: die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ forcieren offensichtlich die schrittweise Zerstörung der Nahversorgung im ländlichen Bereich und das Postmanagement sperre Postämter zu, um eine Gewinnmaximierung zu erzielen. Die Zahlen lügen nicht, denn im Jahr 1999 wurde die Zahl der Beschäftigten um 27,5 Prozent reduziert, ebenso wie es zu einem Minus von 47 Prozent (2000-2007) bei der Anzahl der Postämter kam. In den Jahren 2003 bis 2007 erzielte die Post aber auf der anderen Seite einen Gewinn (EBIT) von 580 Prozent auf satte 163 Millionen Euro. Dieser eiskalten Geldmache auf Kosten der Arbeitnehmer dürfe nicht weiter zugeschaut werden. Die enormen Versäumnisse von Tumpel und Co. müssten sofort behoben werden. Vor dem Hintergrund dieses enormen Gewinns und mit dem Abgang des Postchefs Wais, dessen falsches und unüberlegtes Wirtschaften die Post erst in diese Misere getrieben habe, liege es nun in der Hand des Vorstandes, sich für die Arbeitnehmer zu entscheiden und damit den Postamtsschließungen Einhalt zu gebieten, appelliert Rösch abschließend an die Verantwortlichen, das Richtige zu tun. (Schluss) hn

Rückfragen & Kontakt:

Klub der Freiheitlichen
Pressestelle
Tel.: (01) 4000 / 81 798

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFW0012