Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" - Kommentar: Verhöhnende Protestpläne (von Daniela Gross)

Ausgabe 6. März 2009

Klagenfurt (OTS) - Rücktrittsdrohungen, Streikpläne und die ministerielle Spardoktrin: Der Wirbel ist groß, das Lechzen nach einer Reform noch größer - der nächste PISA-Test kommt bestimmt.

Und wie man das Blatt nun dreht und wendet - hier protestiert man, weil der Versuch, rund 4000 Lehrerposten zu retten, Einsatz und Engagement fordert? Von einem Opfer ist weit und breit nichts zu sehen. Zwei Stunden länger in der Klasse zu sein tastet die 40-Stunden-Woche nicht an. Hier scheint der Ansatz weit gefehlt, dass der Beruf von der Berufung kommen möge. Macht doch der Unterricht das Lehrersein aus.

Zugegeben, heranwachsenden Jugendlichen muss man erst gewachsen sein, und engagierte Lehrer verdienen allen Respekt. Aber was sagen wohl die rund 26.200 arbeitsuchenden Kärntner dazu, wenn die Pädagogen auf die Straße gehen, weil sie keine zwei Stunden länger in der Klasse stehen wollen, bei gesichertem Gehalt und einem unkündbaren Arbeitsvertrag in der Schublade?

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