Weltfrauentag: Heinisch-Hosek und Bures wollen Frauen in Wissenschaft und Technik unterstützen

Staatspreis für Chancengleichheit in F&E ausgelobt

Wien (SK) - "Österreich kann es sich nicht leisten, in Forschung und Technik auf das Potenzial der Frauen zu verzichten", sind sich Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Infrastrukturministerin Doris Bures einig. Das Infrastrukturministerium will daher 60.000 Euro in den Staatspreis für Chancengleichheit in Forschung und Entwicklung (F&E) investieren, der 2009 erstmals vergeben wird und anlässlich des Internationalen Frauentages heute, Donnerstag, präsentiert wurde. Die Ausschreibung läuft von 23.März bis 22. Juni 2009.****

"Mir ist es sehr wichtig, dass die einzelnen Ressorts Frauenförderung verwirklichen", ist die Frauenministerin über Bures Initiative erfreut. Sie hofft hier auch auf eine Vorbildwirkung für viele Frauen und Mädchen und regte an, die Berufsinformation in der siebenten und achten Schulstufe auszubauen. Auch erinnerte Heinisch-Hosek an den Girls Day, der am 23. April stattfindet und an dem viele Unternehmen - auch der Bundesdienst - Mädchen dazu einladen, sich den Betrieb anzusehen und atypische Berufe kennenzulernen.

"Der Nationale Aktionsplan für Frauen am Arbeitsmarkt soll Wirklichkeit werden", so Heinisch-Hosek. Ein wesentlicher Teil davon sei, den Frauenanteil in F&E zu erhöhen. Derzeit würden zwar 56 Prozent der StudienanfängerInnen und rund 55 Prozent aller AbsolventInnen und 46 Prozent der DoktorandInnen Frauen sein. Gleichzeitig sind aber nur mehr 27 Prozent der Absolventinnen habilitiert und 16 Prozent der UniversitätsprofessorInnen weiblich. Die Frauenministerin unterstützt daher die Bemühungen des Wissenschaftsministers nach einer 40-Prozent-Quote für alle Uni-Gremien.

Sechs Preise zu je 10.000 Euro für F&E-Betriebe, die innovative Lösungen für mehr Chancengleichheit umsetzen

"Wenn man zur Erkenntnis gelangt, dass es unklug ist, auf die Hälfte der Bevölkerung zu verzichten, dann ist auch klar, dass es ebenso unklug ist, so wenigen Frauen reelle Chancen im F&E-Bereich zu geben", betonte Bures. Es sei hier im besonderen Unterstützung und Networking nötig. Derzeit sei lediglich nur jede fünfte WissenschafterIn eine Frau. Im Hochschulbereich ist jede dritte MitarbeiterIn eine Frau, im außeruniversitären Bereich lediglich jede zehnte. Um den Frauenanteil in Wissenschaft und Technik zu erhöhen, müsse man bei verschiedensten Puzzlesteinen ansetzen, von der Frage der Kinderbetreuung bis hin zur Frage der gleichen Bildungs- und Ausbildungschancen für Frauen und Mädchen.

Ein Ansatz sei der ins Leben gerufene Staatspreis für Chancengleichheit in F&E. "Es geht darum, positive Beispiele der Frauenförderung vor den Vorhang zu holen", betonte Bures. Teilnahmeberechtigt sind forschungs- und entwicklungsintensive Betriebe sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, die in Österreich ansässig sind bzw. Forschungseinheiten in Österreich betreiben.

FEMtech-Expertinnen 2008 ausgezeichnet

"Forschung lebt von den Menschen, den forschenden Personen, deren Qualifikationen und Innovationen", so Bures. Mit der Initiative des Infrastrukturministeriums "FEMtech Expertin des Monats" wird seit Jahren das Ziel verfolgt, Forscherinnen aufzuzeigen und zu portraitieren - denn die "FEMtech Expertinnnen" sind Vorbilder.

Im Rahmen der heutigen Veranstaltung wurden auch die FEMtech-Expertinnen 2008 ausgezeichnet. Die Expertinnen der Monate Jänner bis Dezember 2008 sind: Sylvia Brunner, Molekularbiologin; Tanja Lube, Werkstoffwissenschafterin; Ille C. Gebeshuber, Physikerin; Viktoria Weber, Biotechnologin; Andrea K. Steiner, Geophysikerin; Elisabeth Friedbacher, Chemikerin; Ursula Schneider, Architektin; Heidi Perr, Informatikerin; Ingrid Kohl, Chemikerin; Renate Tisch, Physikerin; Katharina Prall, Verfahrenstechnikerin, Susanne Zeilinger, Biochemikerin. (Schluss) up

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