Kurzmann: Slowenische Vergangenheitsbewältigung zögerlich

Wien (OTS) - Den jüngsten Fund eines Massengrabes bei Lasko nahe Cilli nimmt der Landesparteiobmann der steirischen Freiheitlichen, FPÖ-Menschenrechtssprecher NAbg. Gerhard Kurzmann, zum Anlass die halbherzige und einseitige Aufarbeitung der Geschichte in Slowenien zu kritisieren.

"Im Gegensatz zu Österreich hat auch das demokratische Slowenien noch große Probleme im Umgang mit der Partisanen-Vergangenheit. Die massenhaften Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die durch die berüchtigten AVNOJ-Gesetze legalisiert wurden, werden zwar immer häufiger aufgearbeitet, beziehen sich aber vorzugsweise auf die Domobranzen, also auf slowenische, nicht-kommunistische Opfer. Die Verbrechen der Tito-Partisanen gegen die kroatischen Ustaschi oder die ehemaligen Volksdeutschen (Deutsch-Untersteirer) sind dagegen weitgehend noch immer ein Tabu-Thema", so der freiheitliche Politiker, selbst Historiker, wörtlich.

Slowenische Politiker, so Kurzmann weiter, hätten es bisher peinlich vermieden, die Vertreibung und De-facto Ausrottung der deutschen Volksgruppe im ehemaligen Jugoslawien als Verbrechen einzugestehen. Auch die Anerkennung der Reste der deutschen Minderheit in Slowenien (rund 3500 Personen) als nationale Minderheit stehe noch aus, während der ungarischen und italienischen Minderheit in Slowenien schon in Tito-Jugoslawien der Minderheitenstatus zuerkannt worden sei.

Auch das vor Jahren von Außenministerin Ferrero-Waldner mit Slowenien abgeschlossene österreichisch-slowenische Kulturabkommen habe die Lage der deutsch-untersteirischen Minderheit nicht verbessert, die österreichische Außenpolitik vernachlässige deren Interessen sträflich, schließt Kurzmann.

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