Kinderfreunde: Rückendeckung für Bundesministerin Schmied

Wichtige Bildungsreformen dürfen nicht am Finanzminister scheitern

Wien (SK) - Die Österreichischen Kinderfreunde fordern ÖVP-Finanzminister Josef Pröll auf, die notwendigen Mittel für die Bildung unserer Kinder zur Verfügung zu stellen. "Es ist sicher nicht zu akzeptieren, dass sich Minister Pröll in der aktuellen Auseinandersetzung zurücklehnt, als würde ihn die Bildung der Kinder als Finanzminister überhaupt nichts angehen. Wir Kinderfreunde lehnen entschieden ab, was jetzt auf Kosten unserer Kinder passiert", so Landesrat Josef Ackerl, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde. ****

Bundesministerin Claudia Schmied hat wichtige Weichenstellungen im Schulsystem vorgenommen. Insbesondere die angestrebte gemeinsame Ausbildung aller pädagogischen Berufe ist ein Meilenstein der Schulreform. Aber auch die Reduktion der KlassenschülerInnenhöchstzahlen und das Modell der ‚Neuen Mittelschule’ steigern letztlich die Bildungsqualität für unsere Kinder. "Wir unterstützen Ministerin Schmied voll bei der Umsetzung dieser Maßnahmen. Es kann nicht sein, dass diese entscheidenden Reformen nicht finanziert werden können. Da muss sich auch der Finanzminister bewegen" betont Ackerl.

Die wahre Tragik im Bildungsbereich spielt sich aber abseits der aktuellen Diskussion ab. "Wir brauchen eine kräftige Investition in die Elementarbildung - also in den Kindergarten. Wir Kinderfreunde freuen uns selbstverständlich über die jüngsten Ankündigungen für Gratiskindergärten. Den Kinderfreunden ist aber wichtig, dass wir die Qualität der Bildungsarbeit im Kindergarten im Auge behalten. KindergärtnerInnen haben fünf Wochen Urlaub, verdienen zu Beginn ihrer Tätigkeit rund 1.200 Euro netto und stehen rund 36 Stunden in der Gruppe. Wir brauchen hier dringend eine Diskussion, wie es gelingen kann, die Arbeitsbedingungen für KindergartenpädagogInnen zu verbessern und damit die Bildungsqualität im Kindergarten anzuheben" erklärt Ackerl abschließend. (Schluss) mb/df/sv

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