Korrigierte Neufassung zu OTS0069 von heute: ARBÖ: Noch mehr Unfalltote durch Lkw-Monster zu befürchten

Fulminanter Start der Kampagne "Stoppt die Gigaliner"

Wien (OTS) - Korrigierte Neufassung zu OTS0069 von heute: ARBÖ:
Noch mehr Unfalltote durch Lkw-Monster zu befürchten

"Die Verkehrstoten durch Unfälle mit schweren Lkw sind in Österreich sprunghaft um 29,9 Prozent angestiegen. Das bedeutet, dass jeder sechste Verkehrstote ein Opfer eines Unfalls mit einem schweren Lkw war. Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung wäre es schwer fahrlässig, auf Österreichs Straßen auch noch Riesen-Lkw zuzulassen", argumentiert der geschäftsführende Vizepräsident des ARBÖ Dr. Herbert Grundtner.

Der ARBÖ wendet sich mit aller Entschiedenheit gegen die Zulassung überlanger (25,25 Meter statt 18, 75 Meter) und überschwerer (60 Tonnen statt 40 Tonnen) Lkw. Der ARBÖ hat mit seiner Kampagne "Stoppt die Gigaliner" mit Infos und Voting (www.arboe.at) einen fuluminanten Start hingelegt: Die Bundesministerin für Verkehr, Infrastruktur und Technologie Doris Bures bekräftigte den Widerstand Österreichs gegen die Megatrucks. Österreichs Fachverband für Güterbeförderung schloss sich dem Protest an. Betroffene Chauffeure von überlangen Autobussen meldeten sich beim ARBÖ und bestätigten Parkplatz- und Sicherheitsprobleme. Und Hunderte Online-User machten spontan beim laufenden Voting auf der ARBÖ-Website mit (www.arboe.at).

Zurück zu den Unfällen: Allein im Vorjahr (Jänner bis November 2008) sind die Verkehrstoten mit schweren Lkw laut Statistik Austria von 77 auf 100 angestiegen, um 29,9 Prozent. Rückläufig dagegen waren bis die Zahl der Unfälle (-7 Prozent auf 1.537) und Verunglückte (-7,5 Prozent auf 2.153) mit schweren Lkw. Insbesondere in der starken Reisezeit, wenn halb Europa auf dem Weg in den Süden über Österreich rollt, häufen sich bereits jetzt in Österreich die Unfälle mit schweren Lkw.

Wie berichtet, plant die EU die Zulassung dieser Gigaliner ab dem Jahr 2010, indem sie die bisherige Obergrenze für den grenzüberschreitenden Lkw-Verkehr von 40 auf 60 Tonnen anhebt. Sollte sich die EU dazu durchringen, hätten die Gigaliner Freie Fahrt durch ganz Europa, auch durch Österreich. Schweden befürwortet die Riesen-Trucks, wird ab Juli 2009 die EU-Präsidentschaft übernehmen und hat bereits informell einen weiteren Vorstoß zur Zulassung der Gigaliner angekündigt.

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