Erich Haider: Postamtsschließungen Ausfluss der falschen Privatisierungspolitik der ÖVP

Schließungen dienen nur der Aktienkurspflege und Dividendensteigerung - Versprechen des Postvorstandes nichts wert

Linz (OTS) - Die von der Post AG angekündigten Schließungen von 65 Postämtern sorgen in Oberösterreich weiter für Ablehnung und Kritik. "Die falsche Privatisierung der Post durch die ÖVP-dominierte Bundesregierung im Jahr 2006 steht als Verursacher der nun angekündigten Postamtsschließungen fest. Denn nach der Privatisierung 2006 hat die Post ihre Dividendenzahlungen 2007 je Aktie von 1,0 auf 1,40 Euro gesteigert. Zusätzlich wurde eine Sonderdividende für 2007 in der Höhe von einem Euro ausgeschüttet. Insgesamt wurden damit 2007 168 Mio. Euro an Dividende ausgeschüttet.

Das Management stellte dabei die Steigerung der Dividende um 75 % in den Mittelpunkt. Mit den jetzt angekündigten Postamtsschließungen soll nun offenbar der Kurswert der Aktie gesteigert werden. Außerdem hat die Post 2006 einen Gewinn von 123,3 Millionen Euro (EBIT) erzielt. 2007 waren es gar 162,8 Mio. Euro. Damit die Aktionäre weiter groß verdienen können, werden die Postarbeitsplätze in den Regionen einfach gestrichen. Da muss mit einem neuen Postgesetz eingegriffen werden", steht für Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, fest.

Fest stehe auch, dass die Aussagen des Postmanagements nichts wert seien. So habe etwa Schließungsvorstand Götz im OÖ Landtag im Dezember 2004 erklärt, die Schließungen seien mit der damaligen Zusperrwelle abgeschlossen. Bis 2007 sei die sogenannte Netzoptimierung abgeschlossen. Tatsächlich planten Götz und Co. aber auch nach 2009 weitere Postamtssperren, zeigt Haider auf.

"Die SP OÖ tritt dafür ein, in einem neuen Postgesetz für die Anbieter von Postdiensten strengere Regeln über die Filialdichte festzuschreiben. Auch die sogenannte Universaldienstverordnung muss angepasst werden. Fest steht jedenfalls, dass die Privatisierungswut im Bereich Infrastruktur, für die auch die ÖVP immer gestanden ist, der falsche Weg war. Nicht Aktienkurse und Dividenden dürfen im Mittelpunkt stehen, sondern die Menschen in den Regionen, deren Arbeitsplätze mit fairer Entlohnung und die Postversorgung", macht Landeshauptmannstellvertreter Erich Haider deutlich.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich
Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40002