Zwazl: Qualifizierungsmaßnahmen nicht ohne Kooperation mit Betrieben

Lehrstellenmarkt weiter "in geordneten Bahnen"

St. Pölten (OTS) - Als "völlig falsche Antwort" bezeichnet Niederösterreichs Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl Forderungen aus der AK, den Anstieg bei arbeitslosen jungen Menschen mit Schulungsmaßnahmen und Stiftungen fernab von Betrieben bekämpfen zu wollen. "Qualifizerungsmaßnahmen, die nicht in enger Kooperation mit den Unternehmen erfolgen, gehen am Markt vorbei. Und dann stehen die jungen Menschen am Ende wieder frustriert und mit leeren Händen da." Ausdrücklich betont Zwazl, dass der Arbeitslosenanstieg bei Jüngeren de facto auf die Gruppe der 20- bis 24-Jährigen zurückzuführen ist. "Der Lehrstellenmarkt verläuft nach wie vor in geordneten Bahnen."

Grundsätzlich hält Zwazl Qualifizierungsmaßnahmen natürlich für richtig. Denn je geringer die Qualifikation ist, desto größer ist die Gefahr, arbeitslos zu werden oder gleich gar keinen Job zu finden. Diese Qualifizierung muss aber die jeweiligen Talente der betroffenen jungen Menschen ebenso berücksichtigen und fördern, wie auch auf die Bedürfnisse der Betriebe abgestellt werden muss. "Nur Stiftungen zu fordern und damit am Markt vorbei zu schulen, macht keinen Sinn", so Zwazl, "wir müssen für den Markt ausbilden, nicht für die staatliche Stiftung." In zahlreichen Betrieben wird die momentane Lage außerdem bereits massiv für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen genutzt. Zum Ausloten der jeweiligen Talente und Neigungen verweist Zwazl auf die umfangreichen Test- und Beratungsangebote in den Berufsinformationszentren (BIZ) des Wirtschaftsförderungsinstituts.

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