E-Day 2009: Soziale Netzwerke führen Know-How und Know-Who zusammen

Xing-Vizepräsident Marketing Ralf Ahamer: "Die Chancen für jeden Einzelnen überwiegen - bedürfen allerdings eines verantwortungsvollen Umgangs"

Wien (PWK162) - "Durch soziale Netzwerke wird das Internet sozialer", zeigt sich Ralf Ahamer, Vizepräsident Marketing von Xing, in seiner Keynote über "Chancen und Risiken in sozialen Netzwerken" am 10. E-Day der Wirtschaftskammer Österreich überzeugt. "Soziale Netzwerke schaffen nichts Neues, sondern transferieren bereits Bestehendes in die Online-Welt. Dadurch wird das Internet menschlicher", so Ahamer.

Es gibt soziale Netzwerke für den privaten Bereich (z.b. Facebook, MySpace) und solche, die die Benutzer zu Businesszwecken miteinander vernetzen (z.b. Xing). Derzeit mischen sich Plattformen für Privatleben und Business nur marginal. Xing ist eine webbasierte Plattform, auf der Personen ihre geschäftlichen und privaten Kontakte zu anderen Personen verwalten können. Kernfunktion ist das Sichtbarmachen des Kontaktnetzes. Daneben bietet das System Community-Funktionen wie Kontaktseite, Foren und Gruppen. Laut Xing-Homepage managen bereits mehr als 7 Millionen Mitglieder ihre Geschäftskontakte mit XING.

Ein Xing-Benutzer kann abfragen, über "wie viele Ecken" - also auch welche anderen Mitglieder - er einen anderen kennt. "Der User kann indirekte Kontakte von Personen, mit denen er auf Xing vernetzt ist, sehen und nutzen. Dadurch ergibt sich ein unglaublicher Mehrwert", meint Ahamer. Soziale Netzwerke bieten eine Plattform für die Eigenvermarktung (z.B. für Jobsuchende auf Xing oder für Künstler auf MySpace). "Auch für Unternehmer erschließen sich neue Möglichkeiten. Ein Drittel der Unternehmer nutzt soziale Netzwerke. 32% davon geben an, bereits ein Neugeschäft über Xing getätigt zu haben", so Ahamer.

"Der Wert einer Community ergibt sich aus der Anzahl der Mitglieder multipliziert mit deren Aktivität. Profile in sozialen Netzwerken können täglich upgedatet werden. Durch die Aktualität wird der Kontakt zum Kunden schneller und effektiver. Im Vergleich zu Jobbörsen schneiden soziale Netzwerke besser ab, da aktuelle Profile das Interesse der Benutzer und somit den Wert steigern", meint Ahamer.

Durch die Transparenz der Mitgliederprofile in sozialen Netzwerken bestehe die Gefahr, dass private und geschäftliche Daten vermengt werden. Fragen des Datenschutzes werden in Zukunft ein noch größeres Thema sein, ist sich der Xing-Vizepräsident Marketing sicher: "Social Networks sind auch eine Informationsquelle für jedermann und wirken wie ein großes Gehirn. Wenn Daten einmal online sind, ist es schwer, sie wieder aus dem Netz zu bekommen. Daher bedarf es eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem Medium." Xing lege darauf besonders großen Wert: Man kann als Benutzer gezielt einstellen, für wen man welche Informationen freigibt.

Für Unternehmer sei zu beachten: Das Nutzen von sozialen Netzwerken z.B. im Marketing erfordere Umdenken der Unternehmen und sei nur bedingt mit bestehenden Business-Modellen kompatibel. Weiters müsse man für die Teilnahme am "social web" auch zusätzliche Ressourcen in den Unternehmen einplanen.
Ahamer abschließend: "Die Chancen für jeden Einzelnen überwiegen, denn soziale Netzwerke machen die Kommunikation und den multimedialen Austausch schneller und effektiver, sie bieten ständigen Zugang zu Freunden, Kollegen und Business Partnern und indirekte Kontakte werden sichtbar und erschließen neue Möglichkeiten." (TB)

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