Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien (SWV): Wiener Wirtschaft profitiert vom Wiener Arbeitsmarktpaket

Wien investiert 2009 gemeinsam mit dem AMS 33 Millionen Euro in zusätzliche Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise

Wien (OTS) - In den Gremien des Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungsfonds (waff) wurden heute die Weichen für die Umsetzung der Maßnahmen des Wiener Arbeitsmarktpakets gestellt. Um die Folgen des weltweiten Wirtschafsabschwungs gering zu halten, hat Wien ein 33 Millionen Euro Beschäftigungs- und Arbeitsmarktpaket geschnürt. Der Schwerpunkt liegt auf den Bereichen Jugend, Bildung und Arbeitsstiftungen und wird dadurch die Wiener Betriebe und hier vor allem die Klein- und Mittelbetriebe (KMU) unterstützen. "Durch die heute vom waff beschlossenen Maßnahmen werden die Wiener Betriebe substanziell und nachhaltig in ihren Bemühungen Fachkräfte zu halten bzw. auch in Zukunft über FacharbeiterInnen verfügen zu können, unterstützt", so Fritz Strobl (Präsident des SWV Wien) in einer ersten Stellungnahme.

Durch die Ausweitung der überbetrieblichen Lehrausbildung, durch Qualifizierungsmaßnahmen für arbeitslose Jugendliche und ein Übergangsmanagement für ausgrenzungsgefährdete Jugendliche wird seitens der Stadt Wien ein Schwerpunkt auf die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit gelegt. "Das sind Maßnahmen, die für die Wiener Betriebe wesentlich sind. Die Stadt wirkt dadurch einem drohenden FacharbeiterInnen-Mangel entgegen, der für die Wirtschaft in den nächsten Jahren extrem schädlich wäre", betont Strobl.

Um Kündigungen zu vermeiden, führt die Stadt Wien gemeinsam mit dem AMS die Bildungskarenz plus ein. Diese innovative Form der Weiterbildung hilft den Wiener Betrieben, die Zahl der Beschäftigten zu erhalten, wenn sie in vorübergehende wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. "Somit können Betriebe als Alternative zu den geänderten Kurzarbeitsbestimmungen des Bundes eine Förderung des waff erhalten, wenn sie mit ihren MitarbeiterInnen eine Bildungskarenz vereinbaren und gezielt in ihre Aus- und Weiterbildung investieren", freut sich Strobl.

Neu ist die Offene Arbeitsstiftung Wien für KMU und finanzschwache Unternehmen. Bisher konnten in erster Linie MitarbeiterInnen großer, finanzkräftiger Betriebe an Arbeitsstiftungen teilnehmen, weil die Arbeitgeber die Stiftungsteilnahme mitfinanzieren müssen. Angesichts der Konjunkturlage konzentriert sich die Stiftung mit neu geschaffenen 350 Stiftungsplätzen darauf, MitarbeiterInnen aufzunehmen, deren ArbeitgeberInnen zwar nicht insolvent sind, deren Finanzen aber nicht mehr ausreichend sind, den Stiftungsbeitrag in der vollen Höhe zu zahlen. "Mit dieser neuen Stiftung für KMU und finanzschwache Unternehmen gibt es nun ein abgestuftes Programm, das die Stiftungsbeiträge je nach Größe und Finanzkraft der Betriebe ermittelt und so Betrieben und ArbeitnehmerInnen effizient helfen kann", schloss Strobl.

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