IFF-Mühlwerth: Berechtigte Forderungen von Frauen endlich umsetzen

Wien, 05.03.2009 (fpd) - Gerade rechtzeitig zum internationalen Frauentag kam gestern ein Bericht, der aufzeigt, dass in Österreich die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen gewachsen sind. Im EU-Schnitt ist Österreich damit das zweitschlechteste Land. Nur Estland ist noch schlechter. Und es liegt laut Experten nicht daran, dass Frauen mehr Teilzeit arbeiten. Die Gewerkschaften sind hier gefordert, darauf zu achten, dass die Kollektivverträge den Frauen tatsächlich denselben Lohn zusprechen, wie Männern, so die Bundesobfrau der Initiative Freiheitlicher Frauen, Bundesrätin Monika Mühlwerth.

Seit Jahren hören wir von verschiedensten Frauenministerinnen, dass sie dieses Problem angehen wollen, allein passiert ist bisher nichts. Gerade in der bestehenden Wirtschaftskrise werden das die Frauen leider verstärkt zu spüren bekommen. Daher müssen Nachqualifizierungen, wie sie jetzt bei den Männern in Kurzarbeit angeboten werden, auch Frauen zugänglich gemacht werden.

Frauen mit Kindern, die wieder in den Beruf zurückkehren wollen, müssen sicher sein, dass ihre Kinder auch außerhäuslich bestens betreut werden. Daher muss der Kindergarten eine pädagogisch qualitätsvolle Betreuung garantieren. Die Absetzbarkeit von Kinderbetreuung ist als langjährige freiheitliche Forderung zu begrüßen. Sie soll allerdings auf jede Form der Kinderbetreuung anwendbar sein, meint Mühlwerth.

Die Wahlfreiheit der Frauen, ihre Kinder eine zeitlang selbst zu betreuen ist uns ein Anliegen. Dass Väter verstärkt im Bereich der Familienarbeit und der Kindererziehung tätig sein sollen, wird von uns begrüßt. Allerdings soll es dabei nicht zu einer völligen Verkehrung der Geschlechterrollen kommen, zumal gerade in den ersten Lebensjahren eines Kindes die Nähe der Mutter besonders wichtig und prägend ist. Echte Wahlfreiheit für Frauen bedeutet, dass eine Mutter (ohne finanziellen Druck) die Entscheidung treffen kann, ob sie bei ihren Kinder zu Hause bleiben will und sie auch selbst erzieht und betreut, oder wieder teilzeitbeschäftigt oder voll arbeiten gehen will, so Mühlwerth.

Die Qualifizierung von Frauen, die erst später in den Beruf zurückkehren wollen, muss selbstverständlich und durch entsprechende, qualitätsvolle Angebote seitens des AMS gesichert sein. Auch die älteren Frauen dürfen nicht vergessen werden. Vor allem Frauen haben oft niedrige Pensionen, weil sie sich einige Jahre der Kindererziehung gewidmet haben, was sich in der Pension dann als Armutsfalle entpuppt. Daher muss der Berechnungsfaktor für die Kindererziehungszeiten angehoben werden.

Wir müssen unser Augenmerk aber auch auf jene Zuwanderer lenken, für die Chancengleichheit und Frauenrechte nicht selbstverständlich sind, sondern ganz im Gegenteil, nicht existieren. Zwangsehe, Genitalverstümmelung, oder Kopftuchzwang sind deutliche Signale einer Unterdrückung von Frauen, die in Österreich nicht akzeptiert werden können. Bei Zwangsehe und Genitalverstümmelung müssen die gesetzlichen Regelungen eindeutig sein und entsprechend exekutiert werden, so die Bundesobfrau der IFF abschließend. (Schluss)

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