FP-Mahdalik: Fluglärm - WHO-Werte werden in Wien überschritten

SPÖ lässt tieffrequenten Lärm unter den Tisch fallen

Wien, 05-03-09 (OTS) - Entgegen den Behauptungen von SPÖ-Chefbeschwichtiger Valentin werden die WHO-Fluglärmwerte in Wien permanent überschritten, da sich die SPÖ stets auf die um 13 Dezibel niedrigeren Werte der Messungen nach dB(A) ausredet, den dem tatsächlichen Belastungspegel entsprechenden dB(C)-Wert jedoch unter den Tisch fallen lässt, kritisiert der Wiener FPÖ-Fluglärmsprecher LAbg. Toni Mahdalik.

Eine Anwendung von WHO-Grenzwerten auf Basis von Messungen nach dB(A) ignoriert aber sowohl die Tatsache, dass sich lauter niederfrequenter Lärm nicht nach dB(A) messen lässt, da die Bewertungskurve den Großteils des Lärm wegfiltert, als auch die Hinweise in der WHO-Richtlinie betreffend tieffrequenten Lärm.

Warum wehrt sich die SPÖ gegen Messungen?

Wenn sich Flughafen und Stadt Wien weiter weigern, nach dB(C) zu messen, muss man zu den Messwerten nach dB(A) jene 13 Dezibel addieren, welche bei der Abschätzung des effektiven Lärmstörpegels bei der Flugzeugzulassung auf Grund internationaler Standards verwendet werden, erklärt Mahdalik.

Wien hinkt internationalen Lärmmessungen hinten nach

Für die Lärmzulassung aller Arten von Jets wurde international als Messgröße der so genannte Lärmstörpegel (Effective Perceived Noise Level) eingeführt. Seine Einheit ist das EPNdB. Der Lärmstörpegel berücksichtigt den zeitlichen Verlauf des Geräusches sowie die Intensität besonders hervortretender Frequenzen. Für den Vergleich von dB(A) und EPNdB kann vereinfacht EPNdB = dB(A) + 13 gesetzt werden, erläutert Mahdalik.

LEQ-Wert verfälscht tatsächliche Lärmbelastung

Rechnet man beispielsweise zu den 42,4 Dezibel (Lärmmessung des Flughafens in der Zemlinskygasse, 23. Bezirk) für den 16h Tages-LEQ (äquivalenter Dauerschallpegel) diese 13 Dezibel dazu, so kommt man auf 55,4 Dezibel. Das ist eine klare Überschreitung des oberen WHO-Grenzwerts. Nimmt man den gesamten Flugverkehr so kommt man unter Berücksichtigung der Differenz zwischen dB(A) und effektiven Lärmstörpegel auf 54 Dezibel, so Mahdalik.

Das ist deutlich über dem unteren WHO-Grenzwert und nur knapp unter dem oberen WHO-Grenzwert. Selbst die Einhaltung der WHO-Werte ist aber laut Prof. Dr. Hutter noch lange keine Garantie, dass nicht doch Gesundheitsschäden auftreten. Die SPÖ soll also nicht länger mit Werten herum jonglieren, die das Papier nicht wert sind, auf dem sie geschrieben sind, fordert Mahdalik. (Schluss)am

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