VP-Feldmann ad Frauentag: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Konjunkturpaket für Frauen muss umgesetzt werden

Wien (VP-Klub) - Wie die Erhebungen der EU-Kommission gezeigt
haben, ist die Einkommensschere in Österreich ganz besonders groß. So betrage die Differenz zwischen Frauen- und Männereinkommen derzeit 25,5 Prozent und habe sich damit seit dem Vorjahr um 5 Prozent weiter verschlechtert. Nur Estland schneide hier noch schlechter ab. "Mit der Benachteiligung von Frauen muss in Österreich endlich Schluss sein. Es darf nicht sein, dass Frauen im Jahr 2009 für die gleiche Arbeit um ein Viertel weniger verdienen als Männer. Da helfen weder Tagungen, Kongresse oder noch so schöne Broschüren, die Gleichstellung der Frau in der Arbeitswelt muss endlich umgesetzt werden. Für gleiche Arbeit muss es auch gleichen Lohn geben", so der Appell von ÖVP Wien Frauensprecherin LAbg. Barbara Feldmann anlässlich des internationalen Tags der Frauen.

SP-Frauenpolitik beschränkt sich auf Verteilung von Antistressbällen

Doch anstatt aktive Politik für Frauen zu betreiben, verteile man von Seiten der SPÖ Antistressbälle. Hilfreicher wäre es freilich, Stress erst gar nicht aufkommen zu lassen. "Die Umsetzung der langjährigen ÖVP Forderung nach Einführung eines Gratiskindergartens ist ein erster Schritt zur Entlastung der Frauen. Jetzt muss es zügig weitergehen, denn noch fristet Frauenpolitik in Wien ein Schattendasein. Die derzeit angespannte Wirtschaftslage sollte Anlass genug sein, durch gezielte Maßnahmen in Rahmen der Frauenförderung einen weiteren Schritt in Richtung Gleichstellung und Schließung der Einkommensschere zu setzen", so Feldmann weiter.

In diesem Zusammenhang verweist VP-Frauensprecherin Feldmann auf das 12 Punkte umfassende Frauen-Konjunkturpaket der ÖVP Wien und fordert dessen umgehende Umsetzung.

12 PUNKTE KONJUNKTURPAKET FÜR FRAUEN

  • Eine wesentliche Aufstockung des Wiener Konjunkturpaketes von 100 Millionen Euro auf 500 Millionen, um der derzeitigen Wirtschaftskrise wirksam zu begegnen
  • Sofortiger Gebührenstopp bzw. Aussetzung der Gebührenerhöhungen und Senkung der Energiepreise zur Kaufkrafterhöhung
  • Massiv erhöhte Investitionen in jene Bereiche, welche die Gleichstellung fördern und der Schließung der Einkommensschere dienen
  • insbesondere in der Altenbetreuung, Bildung, der Sanierung von Schulen und Kindergärten, in Forschung und Entwicklung - sowie generell in infrastrukturelle Maßnahmen
  • Signifikante Aufstockung der seit 2006 stagnierenden Mittel (Anm.: 56 Millionen Euro) für das Arbeitsmarktbudget
  • 50 % der Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik müssen für frauenspezifische Arbeitsmarktpolitik eingesetzt werden
  • 50 % der Qualifikations- und Arbeitsmarktmaßnahmen, wie Ausbildung zu Fachkräften, müssen Frauen zu Gute kommen
  • Koppelung von Förderungen und Vergünstigungen im Rahmen von Betriebsansiedlungen an die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen für Frauen
  • Erhöhung des Budgets für Wirtschaftsförderung und Koppelung an die Frauenförderung
  • Umgehende Umsetzung der vom Bund geforderten flächendeckenden Nachmittagsbetreuung an den Wiener Pflichtschulen, zur Steigerung der Erwerbsquote der Frauen
  • Förderung von Unternehmen die Kinderbetreuung anbieten
  • Maßnahmen der Stadt Wien, um den Wiedereinstieg von Frauen wirkungsvoll umzusetzen (derzeit schaffen nur 50 % der Frauen in Wien den Wiedereinstieg)
  • Investitionsprogramm für den weiteren Ausbau von Kindergärten für alle Kinder von einem bis sechs Jahren in Höhe von 100 Millionen Euro

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