Mölzer: Erfreulich, daß sich Slowenien dunklem Kapitel seiner Vergangenheit stellt

FPÖ-EU-Abg fordert angesichts der Entdeckung des Massengrabs bei Lasko erneut europaweiten Gedenktag für Opfer der kommunistischen Tito-Partisanen

Wien (OTS) - Es sei erfreulich, daß Slowenien offenbar bereit ist, die dunklen Kapitel seiner Geschichte aufzuarbeiten, sagte der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer zum Fund eines Massengrabes in einem ehemaligen Bergwerk in der Nähe des Ortes Lasko. "Was zu Kriegsende und unmittelbar danach auf dem Gebiet der heutigen Republik Slowenien geschehen ist, stellt einen Genozid der kommunistischen Tito-Partisanen dar. Tausende slowenische Domobranzen, serbische Tschetniks, Kroaten, Wehrmachtsangehörige und deutsche Altösterreicher wurden brutal ermordet. Nicht zu vergessen sind auch Lager wie in Tüchern, wo Tausende Angehörige der deutschen Minderheit zu Tode kamen oder wohin Hunderte Kärntner verschleppt worden waren", betont Mölzer, der auf seine vor einigen Jahren gemeinsam mit dem inzwischen verstorbenen Journalisten Carl Gustaf Ströhm gestaltete Filmdokumentation "In der glühenden Lava des Hasses" verweist.

Völlig unverständlich sei, so der freiheitliche EU-Mandatar, daß sich Slowenien einerseits seiner Vergangenheit stellt, andererseits aber stur an den menschen- und völkerrechtswidrigen AVNOJ-Beschlüssen festhält. "Denn die AVNOJ-Beschlüsse, mit denen unter anderem die in Jugoslawien lebenden Volksdeutschen entrechtet wurden, bilden die rechtliche und moralische Grundlage für die Blutorgie der Tito-Partisanen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Daher ist es höchst an der Zeit, daß Laibach diese Bestimmungen aufhebt", betonte Mölzer.

Weiters kündigte Mölzer an, daß er sich dafür einsetzen werde, daß das Europäische Parlament einen europaweiten Gedenktag für die Opfer der kommunistischen Tito-Partisanen einführt. "Dieser Opfer muß in würdiger Weise gedacht werden und sie dürfen nicht dem Vergessen anheimfallen. Außerdem ist die jüngste Entdeckung des Massengrabes in der Nähe von Lasko kein Einzelfall, denn immer wieder werden in Slowenien Massengräber, etwa beim Bau von Straßen, entdeckt", schloß der freiheitliche Europaparlamentarier.

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