Volkshilfe: Gehälter offen legen ist aktive Frauenförderung und dringend nötig

Forderderung von Frauenministerin Heinisch-Hosek wird von Volkshilfe Österreich unterstützt

Wien (OTS) - Laut aktuellen Daten der EU-Kommission verdienen
Frauen bezogen auf ihre Stundenlöhne um 17,4 % weniger als Männer. In Österreich beträgt der Einkommensunterschied 25,5%. Nur in Estland ist die Einkommensschere mit 30,3% noch größer.

Frauen arbeiten immer noch in schlechter bezahlten Branchen, fast jede zweite Frau arbeitet Teilzeit und es gibt immer noch zu wenige Frauen in Führungspositionen: In Österreich sind nur 28,7% der Führungspositionen mit Frauen besetzte - mit fallender Tendenz. Dazu leisten Frauen einen Großteil der unbezahlten Hausarbeit, Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen.

Ein Grund für die Einkommensdifferenz ist auch die mangelnde Transparenz der Gehälter. Frauen verdienen oft weniger als ihre männlichen Kollegen ohne es zu wissen. Deshalb begrüßt die Volkshilfe Forderungen der Frauenministerin Gabriele Heinisch Hosek nach einer Offenlegung von Einstiegsgehältern in Unternehmen. Die Erhöhung der Frauenquoten in Aufsichtsräten und eine paritätische Besetzung von Kollektivvertrags- verhandlungsteams wären weitere wichtige Schritte.

Gefordert sind außerdem Maßnahmen, die zur Bekämpfung von Frauenarmut beitragen. 55% der Armutsgefährdeten sind Frauen, besonders betroffen sind Alleinerzieherinnen und Pensionistinnen. Angesichts steigender Arbeitslosenzahlen muss in eine aktive Arbeitsmarktpolitik für Frauen investiert werden.

Seit 1911 wird der internationale Frauentag begangen. Die ursprünglichen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und höheren Löhnen sind leider heute immer noch aktuell.

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