Marek: Vereinbarkeit von Familie und Beruf als wichtiger Wettbewerbsvorteil

Staatssekretärin absolviert im Vorfeld des Internationalen Frauentages ein umfassendes Besuchprogramm zum Thema "Frauen in der Wirtschaft

Wien (BMWFJ/OTS) - Im Vorfeld des Internationalen Frauentages am
8. März absolviert Staatssekretärin Christine Marek heute, Donnerstag, ein umfassendes Betriebsbesuchsprogramm zum Thema "Frauen in der Wirtschaft". Darunter vor allem Betriebe bzw. Einrichtungen, in denen viele Frauen ihren Arbeitsplatz haben, wie die AGES PharmMed im 9. Bezirk, das Hotel "The Imperial Riding School Vienna, A Renaissance Hotel" im 3. Bezirk sowie das Eltern-Kind-Forum SANI, eine Privatinitiative im 3. Wiener Gemeindebezirk.

"Gerade in Zeiten zunehmenden Fachkräftemangels können es sich Unternehmen nicht mehr leisten, auf das Potenzial vieler gut ausgebildeter Frauen zu verzichten. In vielen Bereichen der Arbeitswelt sind Frauen jedoch nach wie vor benachteiligt, etwa bei gleichem Einkommen für gleichwertige Arbeit, der Doppelbelastung durch Familie und Beruf oder dem Aufstieg in Führungspositionen. Internationale Studien belegen aber, dass sich eine gleichmäßige Verteilung der Geschlechter positiv auf den Unternehmenserfolg auswirkt und sich Frauenförderung auch für die Unternehmen bezahlt macht", so Marek. Die Staatssekretärin erinnerte in diesem Zusammenhang an die im vergangenen Jahr von ihr ins Leben gerufene "Initiative Frauenförderung". "Wir müssen positive Beispiele im Bereich der Frauenförderung vor den Vorhang holen und den Unternehmen dadurch klar machen: Auf Frauen verzichten heißt Geld vernichten!"

Um Frauen aktiv zu fördern, bedürfe es einer Reihe von Maßnahmen, so Marek weiter. "Dabei spielen aber nicht nur Faktoren wie Einkommen oder Weiterentwicklungsmöglichkeiten eine Rolle. Die bestmögliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird für die Chancen von Frauen ebenfalls entscheidend sein, da die Hauptlast der Kinderbetreuung nach wie vor bei den Frauen liegt", sagte die Staatssekretärin. Die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe viele Vorteile. Sie steigere die Motivation und Zufriedenheit der Beschäftigten, was wiederum zu Effizienzsteigerungen und zur Reduktion der Stressbelastung führe. Dadurch würden Fehlzeiten und Krankenstände gesenkt. Auch die Verringerung der Fluktuation spare Mittel für die Nachbesetzung von Stellen ein. "Wird Müttern und Vätern trotz familiärer Aufgaben eine qualifizierte Berufslaufbahn ermöglicht, kehren sie nach dem Mutterschutz bzw. der Karenz wieder zurück oder steigen früher wieder ins Erwerbsleben ein."

Damit Vereinbarkeit besser gelinge, brauche es aber nicht nur das Bewusstsein um die wettbewerbsentscheidende Bedeutung von Familienfreundlichkeit, sondern auch das Wissen um konkrete Maßnahmen im Unternehmen. Diese werden im "Handbuch zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf für kleine und mittlere Unternehmen" dargestellt, das unter www.bmwfj.gv.at zum kostenlosen Download zur Verfügung steht.

"Der Nutzen familienfreundlicher Maßnahmen ist höher als die Kosten, die durch die Maßnahmen entstehen. Familienfreundlichkeit rechnet sich nicht nur im Hinblick auf die Attraktivität für die Arbeitskräfte von morgen, sondern auch im betrieblichen Alltag. Wer familienfreundliche Maßnahmen setzt, erspart sich als Unternehmer viel Geld - und sichert sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtige Wettbewerbsvorteile", so Marek.

Als wesentliche Maßnahmen für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf verwies die Staatssekretärin abschließend auf das mit Herbst 2009 in ganz Österreich startende Gratis-Kindergartenjahr (vormittags) und die mit 1.1.2010 geplante Einführung einer einkommensabhängigen Variante des Kinderbetreuungsgeldes sowie flexiblerer Zuverdienstregelungen. "Diese Maßnahmen entsprechen den Lebensrealitäten von heute, sie tragen zur Stärkung der Familien, aber auch zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei. Gerade den in der heutigen Zeit immer besser qualifizierten Frauen soll dadurch auch wieder Mut zum Kind gemacht werden."

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