ÖAMTC: Das Steuer des Familientaxis ist fest in weiblicher Hand

Männerautos sind sicherer, Frauen fahren viele kurze Strecken und brauchen stärkere Nerven

Wien (OTS) - Kinder in die Schule bringen, schnell in die Arbeit düsen, Einkäufe erledigen, Nachwuchstalente zum Klavierunterricht oder Fußballtraining bringen. Frauen bewältigen an einem Tag viele verschiedene Wege im Straßenverkehr, wie eine ÖAMTC-Recherche zur weiblichen Mobilität anlässlich des Weltfrauentages aufzeigt. Die größte Anzahl an Wegen legen an normalen Werktagen demnach Frauen zurück, die einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen (4,2 Wege), gefolgt von vollberufstätigen Frauen mit 3,7 Wegen, Pensionisten mit 3,6 und Schülern/Studenten mit 3,3 Wegen. "Männer fahren zahlenmäßig weniger, aber dafür längere Strecken", sagt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Bei der durchschnittlich zurückgelegten Weglänge hat Mann mit zwölf Kilometern die Nase vorne. Frau liegt bei 7,1 Kilometern pro Weglänge. Während Männer eher alleine im Auto sitzen, verrichten Frauen viele Wege in Begleitung von Kindern. "Frau braucht also oftmals stärkere Nerven beim Autofahren, weil sie sich quasi nebenbei auf viele Dinge konzentrieren muss, die mit dem eigentlichen Verkehrsgeschehen gar nichts zu tun haben", sagt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. "Auch im Auto ist weibliches Multitasking gefragt."

Hinsichtlich der Sicherheitsausstattung ist es mehr als bedenklich, dass Männer größere Autos mit besserer Ausstattung fahren. 33 Prozent der Frauen (18 bis 60 Jahre) fahren einen Kompaktwagen, 35 Prozent einen Kleinwagen und zwölf Prozent einen Mittelklassewagen. Nur jeweils drei Prozent der Frauen fahren eine große Limousine, einen Geländewagen oder einen Sportwagen. PS-starke und imageträchtige Autos sind eben eine Männerdomäne. "Frauen verfügen durchschnittlich über weniger Einkommen als Männer, daher sind ihre Autos in der Anschaffung und Erhaltung für gewöhnlich auch billiger", sagt die ÖAMTC-Expertin. "Ein weiterer Grund dafür könnte aber auch sein, dass Frau eher praktischer denkt und ihrem Ego nicht in Form eines sehr teuren Autos Raum verleihen muss."

Die automobilisierte Frau in Zahlen und was ein Frauenauto bieten soll

Obwohl Männer im Allgemeinen das Steuer nicht so gerne aus der Hand geben, hat sich im Auto die Frau bereits beachtlich e-mann-zipiert. Bereits 88 Prozent der Frauen im Alter zwischen 30 und 39 Jahren sind laut ÖAMTC-Recherche selbst mit dem Auto unterwegs (Männer dieser Altergruppe: 92,5 Prozent). 77 Prozent der 18-jährigen Frauen haben bereits einen Führerschein. 70 Prozent der 18-Jährigen sind auch Autolenkerinnen.

Und wenn Frau einige Wünsche frei hätte, würde ihr Traumauto folgendes in sich vereinen: Platz und Flexibilität, Sicherheit, Komfort und Bequemlichkeit, Klimaanlage, sowie Sportlichkeit. "Bei Frauen besonders beliebt sind kompakte und wendige Autos, die aber auch Platz und Stauraum bieten. Farbe und Design spielen ebenfalls eine große Rolle", sagt die ÖAMTC- Verkehrspsychologin abschließend.

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