ÖLI-UG: Bildung kostet. Strukturreformen brauchen Zeit

Unabhängige GewerkschafterInnen schlagen der Bundesregierung zweijähriges Moratorium zur Bildungsreform vor

Wien (OTS) - "Die VertreterInnen der ÖLI-UG (Österreichische LehrerInnenInitiative - Unabhängige GewerkschafterInnen) in der ARGE LehrerInnen unterstützen den Vorschlag des Bildungsforschers Karl-Heinz Gruber nach einem Moratorium, weil die von Ministerin Schmied beabsichtigten Strukturreformen mehr Zeit brauchen als die paar Wochen bis zur Budgetrede des Finanzministers. Es braucht ausreichend Zeit für Gespräche und Verhandlungen mit den betroffenen LehrerInnen und ihrer Gewerkschaft," so Reinhart Sellner von der ÖLI-UG.

Anders als von Gruber vorgeschlagen, muss ein derartiges Moratorium für die Unabhängigen GewerkschafterInnen allerdings mit einem Verzicht auf die Pläne zu einer Erhöhung der Arbeitszeit einhergehen. "Einsparungen im Ausmaß von 381 Mio Euro über unbezahlte Mehrarbeit und 10% Gehaltsverzicht durch die 120.000 LehrerInnen sind unzumutbar. Es ist nicht akzeptabel, dass die LehrerInnen für die fehlenden Budgetmillionen aufkommen sollen."

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen wollen mit diesem Vorschlag Bewegung in die erstarrten Fronten bringen:

- Neuverhandlung des Unterrichtsbudgets

- keine Lehrpflichterhöhung sondern Erhöhung des Bildungsbudgets zur Sicherung von Schule, Schulreform und LehrerInnenbezahlung

Zweijähriges Moratorium zur Erarbeitung von Strukturreformen im Schulbereich:

- Ausarbeitung eines LehrerInnen-Dienst- und Besoldungsrechtes, das der LehrerInnenarbeit von heute und morgen gerecht wird - in Zusammenarbeit mit den LehrerInnen und der ARGE LehrerInnen der GÖD

- Ausarbeitung der Verwaltungsreform im Schulbereich (Einsparungspotential lt. Rechnungshof 1 Mrd Euro jährlich)

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD organisieren Beamte, Vertragsbedienstete, "Ausgegliederte", nicht nur LehrerInnen. Unbezahlte Mehrarbeit auf Kosten der Beschäftigten im öffentlichen Dienst - ob bei der Polizei, in den Spitälern, in der Justiz oder den Kindergärten - bedeutet Qualitätsverlust zum Nachteil aller Bevölkerungsgruppen und ist kein Ausweg aus Budget- und Wirtschaftskrisen.

Glück auf!

Rückfragen & Kontakt:

ÖLI-UG (Österreichische LehrerInneninitiative - Unabhängige GewerkschafterInnen)

Reinhart Sellner, mail: reinhart.sellner@blackbox.net, Tel: 0676/3437521
Josef Gary Fuchsbauer, mail: fuchsbauer@oeli-ug.at, Tel: 680/2124358

Internet: www.oeli-ug.at

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