AKS: SchülerInnenproteste erfolgreich!

Änderungen bei nächstem Fahrplan möglich!

St. Pölten (OTS) - Gemeinsam mit den SchülerInnenvertretungen der Gymnasien Wieselburg und Scheibbs hat die Aktion kritischer SchülerInnen (AKS) in den letzten Wochen und Monaten über 500 Unterschriften gesammelt, um gegen die für die SchülerInnen ungünstigen ÖBB-Fahrplanänderungen zu protestieren. Ausgangspunkt war eine gemeinsam organisierte Demonstration mit 400 Teilnehmenden Ende Dezember am Wieselburger Bahnhof.

Ein initiiertes Gespräch zwischen den Scheibbser und Wieselburger SchülerInnenvertretungen, VertreterInnen der AKS Niederösterreich, BORG-Direktor Mag. Andreas Schmid und dem Zuständigen der ÖBB, Manfred Bernhard, bringt wieder Bewegung in die seither starren Fronten.

Grund für die vorgenommenen Fahrplanänderungen sei, neben den üblichen Abstimmungen mit Änderungen auf den Strecken der Westbahn, der schlechte infrastrukturelle Zustand der Erlauftalbahn. Die Bahn müsse daher 9 Minuten auf der Strecke von Scheibbs nach Wieselburg länger fahren, weil die Höchstgeschwindigkeit herabgesetzt werden musste. Gerade um diese 9 Minuten geht es aber bei den von den SchülerInnen gewünschten Änderungen.
Das größte Problem gibt es dabei bei der vorverlegten Abfahrtszeit von Scheibbs auf 13.41 Uhr. Das Gymnasium musste dadurch zwei 5-Minuten-Pausen am Vormittag streichen, damit die SchülerInnen den Zug noch erreichen können.

Für diese Abfahrtszeit in Scheibbs könnten, laut Bernhard, beim nächsten Fahrplan wieder gewünschte Änderungen erfolgen. Auch für Wieselburg signalisiert Bernhard Gesprächsbereitschaft seitens der ÖBB-Personenverkehr AG.

Da durch die längst fälligen Investitionen in die Infrastruktur der Erlauftalbahn (aber auch der noch "maroderen" Ybbstalbahn) am ehesten Fahrzeit eingespart werden könnte, wollen sich die SchülerInnenvertretungen und die AKS mit den gesammelten Unterschriften auch an die Verkehrsverantwortlichen des Landes NÖ, allen voran den zuständigen LR Heuras, wenden. Während für den Ausbau von Straßen nämlich 386 Mio. Euro zur Verfügung stehen, liegen die Ausgaben des Landes für den öffentlichen Verkehr bei nur 52 Mio. Euro.

"Ein gut funktionierender öffentlicher Bahnverkehr ist für die Mobilität und Lebensqualität der SchülerInnen - und auch als Zeichen für den Klimaschutz - unverzichtbar", meinen die VertreterInnen der AKS, Stefanie Jäger und Boris Ginner. "Vernünftige Fahrpläne sind dann am leichtesten möglich, wenn in die Verbesserung der Ybbstal-und Erlauftalbahn investiert wird - was ja auch angesichts der Wirtschaftskrise und ansteigenden Arbeitslosigkeit eine gute Maßnahme wäre", fordern Jäger und Ginner Maßnahmen seitens des Landes ein. "Die Aussicht auf künftige Änderungen der Fahrpläne sind aber ein erster Erfolg unserer Proteste", freuen sich beide; kündigen aber weitere Aktivitäten an:

Ausführlich debattieren will die AKS in Zusammenarbeit mit der SJ Scheibbs die Lage des öffentlichen Verkehrs am Land bei einer Diskussion mit dem Vorsitzenden der Eisenbahner-Gewerkschaft, Wilhelm Haberzettl. Die Diskussion wird am 5. Mai 2009 (Beginn: 18 Uhr) unter dem Motto "Sackgasse Liberalisierung" in Wieselburg stattfinden.

Rückfragen & Kontakt:

AKS Niederösterreich
Kastelicg. 2
3100 St. Pölten
office@aksnoe.at
02742/2255-230

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0002