Frauen in der Radiologie: Bildgebende Untersuchungen während der Schwangerschaft

Am bevorstehenden Europäischen Radiologenkongress (6.-10.3.) in Wien stehen Frauen im Mittelpunkt - als Radiologinnen und Patientinnen.

Wien (OTS) - Von 6.-10. März findet in Wien der Europäische Radiologenkongress (European Congress of Radiology statt). Frauen stehen nicht nur als Radiologinnen, sondern auch als Patientinnen im Vordergrund. Neben der Fortbildung von Radiologen in Frauen-relevanten Themen, wie z.B. der Brustuntersuchung und Brustkrebs-Diagnostik, haben die Europäische Gesellschaft für Radiologie (European Society of Radiology, ESR), gynäkologische Pränataldiagnostiker und Prof. Daniela Prayer (Universitätsklinik für Radiodiagnostik, Medizinische Universität Wien) sich das Ziel gesetzt, Frauen, Schwangere und solche, die es noch werden möchten, über die Möglichkeiten der modernen Bildgebung aufzuklären.

Eine Schwangerschaft ist etwas ganz besonderes für jede Frau. Um die Frage "Wie geht es dem Baby?" rasch und wiederholt zu beantworten, gibt es im Laufe jeder Schwangerschaft verschiedene vom österreichischen Gesundheitssystem ermöglichte Untersuchungen für die Schwangere und des ungeborenen Kindes. Informationen dazu findet jede werdende Mutter im Mutter-Kind-Pass. Die Pränataldiagnostik bezeichnet eben diese Untersuchungen des ungeborenen Kindes und der Schwangeren. "Bildgebende" Verfahren spielen dabei eine essentielle Rolle: Mittels Ultraschalluntersuchungen zum Beispiel, kann u.a. bereits ab der 7. Schwangerschaftswoche (SSW) festgestellt werden wie viele Babys heranreifen, und ab der 11. bzw. 18. SSW, inwieweit sich die Organe normal entwickeln. Falls die Ultraschalluntersuchung keine ausreichende Information liefert, ist es möglich geworden, die Kernspintomographie als ergänzende Methode einzusetzen.

Die pränatale Bildgebung ist nicht nur faszinierend, weil sie uns ins Innere des Körpers, ja sogar in den Körper des Ungeborenen blicken lässt, sie ist außerdem nicht invasiv, was bedeutet, dass für diese Untersuchungen nicht in den Körper eingegriffen werden muss, und daher keine unnötigen Belastungen für Mutter oder Kind entstehen.

Bilder vom heranwachsenden Kind können entweder durch Ultraschall (US, auch Sonographie oder Echographie) oder Magnetresonanz-Tomographie (MRT, auch Kernspintomographie) erzeugt werden. Beim US werden Schallwellen in einem - für Menschen - nicht hörbaren Bereich verwendet, welche von den verschiedenen Gewebe-Arten unterschiedlich stark reflektiert werden; aus diesen Reflexionen ermittelt ein Computer das Bild. Bei der MRT können mit Hilfe eines Computers durch Magnetfelder und hochfrequente elektromagnetische Wellen (keine Röntgenstrahlen) sehr detaillierte Schnittbilder vom Körperinneren erzeugt werden; so können sogar die Organe des Kindes genau dargestellt werden.

Für werdende Eltern ist die Gewissheit über den Zustand ihres Babys sehr wichtig, auch und speziell für Frauen mit verschiedenen Vorbelastungen (wie z.B. Frauen, in deren Familie eine Erbkrankheit existiert; die schon mehrere Fehlgeburten oder bereits ein Kind mit Chromosomenschäden geboren hat; oder wenn bei einer Ultraschalluntersuchung eine Auffälligkeit festgestellt wurde) kann eine MRT Untersuchung in Situationen, wo der Ultraschall an seine Grenzen stößt, Klarheit schaffen.

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Der European Congress of Radiology (ECR) ist das jährliche Treffen der European Society of Radiology (ESR), der am schnellsten wachsenden medizinischen Gesellschaft der Welt mit derzeit 44.500 Mitgliedern. Der ECR bringt jährlich 18.000 Teilnehmer aus ca. 100 Ländern nach Wien; die begleitende Industrieausstellung präsentiert 285 Aussteller auf 26.000 m2.

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