Erich Haider: 3-Punkteprogramm gegen Jugendarbeitslosigkeit in Landesregierung

VP-Chef Pühringer soll handeln und in der Krise mehr für Jugend tun

Linz (OTS) - Die Oö Landesregierung wird sich auf Antrag der SPÖ am kommenden Montag mit Gegenmaßnahmen gegen die rasant steigende Jugendarbeitslosigkeit befassen.
"Oberösterreich braucht ein umfassendes Paket gegen die stark steigende Jugendarbeitslosigkeit. Das Land OÖ muss in dieser wichtigen Frage eine Vorreiterrolle einnehmen. Zusätzlich zu allen bisherigen Maßnahmen wie etwa die Aufnahme von weiteren Kindergärtnerinnen wegen der Einführung es Gratiskindergartens, beantragte die SP OÖ ein 3-Punkte-Programm zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. Die bisher von VP-Chef Dr. Pühringer angekündigten 200 Aufnahmen sind viel zu wenig. Der Sozial- und Gesundheitsbereich braucht dringend Personal", teilte Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, in Vorbereitung der Sitzung der OÖ Landesregierung für den 9. März 2009 mit.

Einem unverzüglichen Beschluss des Antrages stehe nichts im Wege. "Ich lade alle Regierungsparteien zu einem gemeinsamen Beschluss ein. Es ist zuwenig, wenn Dr. Pühringer nun wieder einmal abwiegeln will. Die jungen Menschen im Land brauchen Arbeit und Perspektive. Im Sozial- und Gesundheitsbereich gibt es die. Da von einer Aufblähung der Verwaltung zu reden ist dreist. Hier geht es um die Zukunft junger Menschen", ergänzte Landeshauptmannstellvertreter Haider.

In der Folge der Regierungsantrag der SPÖ:

Antrag
zur Regierungssitzung am 9.3.2009
A l l f ä l l i g e s

Betrifft: 3-Punkte-Sofortprogramm für Jugendbeschäftigung

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Februar 2009 in unserem Bundesland - im Vergleich zum Februar des Vorjahres - alarmierend angestiegen. Im Februar dieses Jahres waren exakt 7.172 Personen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren offiziell als arbeitslos gemeldet. Das entspricht gegenüber dem erwähnten Vergleichsmonat einer Steigerung von 58,3%! Zudem befinden sich derzeit 3.499 Jugendliche in Schulungen. Das sind um 10% mehr als noch im Februar 2008. Insgesamt brauchen in Oberösterreich derzeit 10.671 Jugendliche Arbeit.
Jugendliche bzw. junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zählen somit zu den Hauptbetroffenen der aktuellen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftskrise. Aus den Daten ist klar ersichtlich, dass diejenigen Personen, bei denen die Merkmale "jung" bzw. "gering qualifiziert" am meisten von Arbeitslosigkeit betroffen oder bedroht sind.
Das Land Oberösterreich ist aufgrund dieser Tatsachen verpflichtet, seine Aktivitäten im Bereich der Jugendbeschäftigung sofort zu verstärken und im Rahmen seiner eigenen Personalpolitik mit gutem Beispiel voranzugehen. Das Land Oberösterreich und die gesamte öffentliche Hand ist nun aufgerufen an der Seite der jungen Menschen zu stehen und ihnen Perspektiven zu geben. Alles andere würde zu dramatischen gesellschaftlichen Problemen führen.

Es wird daher beantragt:
1. Das Land Oberösterreich verdoppelt im Jahr 2009 die Zahl seiner Lehrlingsaufnahmen beim Amt der Oö. Landesregierung bzw. seiner Betriebe.
2. Das Land Oberösterreich nimmt 2009 im Bereich des Amtes der Oö. Landesregierung bzw. seiner Betriebe sofort 200 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter 25 Jahren - insbesondere im Sozial- und Gesundheitsbereich - auf.
3. Das Land Oberösterreich finanziert in Abstimmung mit den Sozialpartnern eine Qualifizierungsoffensive für junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Damit können insbesondere mehr Ausbildungsplätze im Auffangnetz - auch in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen - geschaffen und Defizite aus der schulischen Erstausbildung beseitigt werden.

Linz, 4.3.2009

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