Industrie: Post muss auch nach Liberalisierung wettbewerbsfähig bleiben können

IV-GS Beyrer: Populistische Debatte unredlich - Gut vorbereitetes Konzept der Post - Umstrukturierung bringt allen Beteiligten Vorteile

Wien (OTS) - Wien (PdI) "Der Post muss die Chance gegeben werden, auch nach der Liberalisierung 2011 wettbewerbsfähig zu bleiben, um weiter eine flächendeckende Versorgung sicher stellen zu können. Daher sind jetzt die richtigen strukturellen Maßnahmen zu setzen. Vor diesem Hintergrund ist die derzeitige populistische Debatte über die Zukunft des Unternehmens in hohem Maße unredlich", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Donnerstag. "Aus kurzfristigen Motiven wird von politischer Seite Stimmung gegen das Post-Management gemacht. Dabei wäre es vielmehr Aufgabe der Politik, Rahmenbedingungen für die bestmögliche Aufstellung des Unternehmens zu schaffen. Die Umsetzung und Methodik der gesetzlich ohnehin verankerten Versorgungssicherheit soll jedenfalls der Post selbst überlassen werden. Das ständige Hineinregieren der Bundes-, Landes- und Gemeinde-Politik in ein börsennotiertes Unternehmen ist jedenfalls kontraproduktiv", so der IV-Generalsekretär.

Beyrer betonte, die Post verfüge über ein "gut vorbereitetes Konzept, das es jetzt gemeinsam mit den privaten Partnern umzusetzen gilt. Die Pläne des Managements bringen für alle Beteiligten Vorteile. Hier gilt es jetzt für alle, gemeinsam beizutragen." Die Kunden der Post würden von den besseren Öffnungszeiten der Post-Partner profitieren, diese durch die Vergütung sowie Zusatzverdienste in ihrem Kerngeschäft durchschnittlich 20 Prozent mehr Kunden gewinnen. "Die Post-Partner leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungsinfrastruktur der Gemeinden."

Es sei sinnvoll und notwendig, unrentable Postämter durch Post-Partner zu ersetzen - zudem sollen in 150 Gemeinden zusätzliche Post Partner etabliert werden. "Die Post verkleinert also ihr Filialnetz nicht - sie vergrößert es zum Wohle der Kunden. Des Weiteren hat die Post insbesondere bereits klargestellt, dass keine Beschäftigten gekündigt werden. Gewerkschaftliche Angst-Propanganda, wonach es um Jobabbau durch das Zusperren von Ämtern geht, ist völlig unangebracht", betonte der IV-Generalsekretär. Die Politik sei gerade angesichts der wirtschaftlich schwierigen Gesamtsituation und der notwendigen Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens aufgefordert, "bei einem so wichtigen Dienstleister wie der Post verantwortlich zu agieren und langfristig zu denken", sagte Beyrer.

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