Innovation kontra Wirtschaftskrise

Neue Vorschläge für ein EU-weites Konjunkturpaket

Schwaz in Tirol (OTS) - Die Außenminister der 27 EU-Staaten haben dem Vorschlag der EU-Kommission für ein fünf Milliarden Euro umfassendes Konjunkturpaket bekanntlich die Zustimmung verweigert. In Diplomatenkreisen war zu vernehmen, dass es aufgrund heftigen Widerstands der Regierungen nur dann auf dem nächsten EU-Gipfel eine Einigung geben kann, wenn die Kommission neue Vorschläge macht.

Der "ArbeitsKreis FAHRGAST Tirol" fordert die EU-Kommission daher auf, nachfolgende neue Vorschläge in das Konjunkturpaket aufzunehmen.

1.) Förderung einer raschen Einführung der automatischen Kupplung bei den europäischen Eisenbahnen:

Durch die Einführung einer automatischen Kupplung werden einerseits in der angeschlagenen Stahlindustrie zahlreiche Arbeitsplätze gesichert und neue Arbeitsplätze geschaffen. Andererseits ermöglicht die automatische Kupplung den europäischen Eisenbahnen das Fahren mit wesentlich schwereren Güterzügen, was insbesondere die Verlagerung der Transporte von der Straße auf die Schiene begünstigt.

Die wesentlichen Schritte für die Entwicklung einer gemeinsamen europäischen automatischen Kupplung wurden bereits im Jahr 1970 abgeschlossen. Ihre Einführung scheitert bis heute bedauerlicherweise an der Finanzierung.

Weiterführende Informationen zur gemeinsamen europäischen automatischen Kupplung :
http://www.ba-bautzen.de/wirtschaftssenioren/amk/index.html

2.) Förderung einer raschen Einführung lärmarmer Güterwagendrehgestelle:

Eine europaweite Verlagerung von Gütern von der Straße auf die Schiene wird von der europäischen Bevölkerung nur dann akzeptiert werden, wenn der Güterzuglärm direkt an der Schallquelle drastisch reduziert wird. Die entsprechende Technik hat zwischenzeitlich Serienreife erreicht. Lärmarme Güterwagendrehgestelle sind bei der Anschaffung allerdings um einiges teurer als konventionelle Güterwagendrehgestelle. Deshalb werden sich lärmarme Drehgestelle auf dem Markt nur dann durchsetzten, wenn das Infrastrukturbenützungsentgelt ("Schienenmaut") europaweit lärmabhängig gestaffelt wird. Je leiser ein Güterzug ist, um so geringer sollte die "Schienenmaut" sein. Dass die Produktion von lärmarmen Güterwagendrehgestellen in der Waggonbauindustrie viele Arbeitsplätze sichert, versteht sich von selbst.

Weiterführende Informationen zum Thema "Wie dem Schienengüterverkehr das Flüstern beigebracht wird":
http://www.agus-umwelt.de/leila.htm
http://www.josefmeyer.ch/de_jmr/index.php

Rückfragen & Kontakt:

Martin Teißl
Sprecher des ArbeitsKreises FAHRGAST Tirol
Pirchanger 73, 6130 Schwaz in Tirol
mailto: MartinTeissl@gmx.at
http://www.fahrgast-tirol.at

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