VP-Riha zum Gratiskindergarten: Wahlfreiheit für die Eltern, Qualitätsschub für die Kinder

100 Millionen Euro Kindergarteninvestitionsprogramm gefordert

Wien (VP-Klub) - Nach der Ankündigung der SPÖ, den Kindergarten in Wien gebührenfrei zu gestalten, fordert die Wiener ÖVP-Gemeinderätin Monika Riha die Einführung eines Gutscheinmodells für Kindergärten und eine Qualitätsoffensive bei der Betreuung der Kinder. "Nachdem die wichtige Hürde der Gebührenbefreiung genommen worden ist, geht es nun darum, den Kindergarten zur ersten Bildungsinstitution weiterzuentwickeln. Und um dieses Ziel zu erreichen, muss den Eltern bei der Auswahl der Betreuungseinrichtung die volle Wahlfreiheit gegeben sein und die Qualität der Betreuung gesteigert werden", erklärt Riha dazu.

Kindergartengutschein für jedes Kind

Konkret sollten Eltern für jedes Kind einen Kindergarten-Gutschein erhalten. Die Eltern könnten diesen in einem Kindergarten ihrer Wahl einlösen. Die Betreuungseinrichtungen würden für jeden Gutschein Geld von der Stadt Wien erhalten. "Das vorgeschlagene Modell findet bereits jetzt in Hamburg erfolgreich Anwendung. Dadurch kommt das Prinzip der Wahlfreiheit endlich zur Geltung. Und der Wettbewerb unter den Trägern würde gefördert. Das spricht für sich", argumentiert Riha.

Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz landesgesetzlich verankern

Gleichzeitig mit der Einführung des gebührenbefreiten Kindergartens sollte auch ein landesgesetzlicher Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz verankert werden. Der gebührenfreie Kindergartenplatz ist nur dann sinnvoll, wenn er an das Recht auf einen Kindergartenplatz gekoppelt ist. Daher sollte das Recht auf einen Kindergartenplatz für Kinder von drei bis sechs Jahren landesgesetzlich verankert werden. Für Kinder von berufstätigen Müttern sollte es bereits ab dem ersten Lebensjahr bestehen", hält sie dazu fest. Auch hier sei Hamburg Vorbild.

Akademische Ausbildung verwirklichen

Als eine weitere wichtige Maßnahme bezeichnet Riha die Einführung einer akademischen Ausbildung für KindergartenpädagogInnen: "Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften wird massiv steigen. Um Wiens vorschulische Bildungseinrichtungen auch personell gut auszustatten, brauchen wir eine international anerkannte akademische Ausbildung. Das Interesse für die Ausbildung würde steigen. Engpässe bei der Personalbesetzung könnten langfristig vermieden werden."

100 Millionen für die Kindergarten-Infrastruktur

Um die infrastrukturellen Voraussetzungen zu schaffen, schlägt Riha die Konzeptionierung und Umsetzung eines Kindergarten-Investitionsprogramms im Ausmaß von 100 Millionen Euro vor. "Derzeit fehlen in Wien auf ein flächendeckendes Angebot rund 4.500 Plätze. Bei den unter Dreijährigen liegt die Betreuungsquote sogar nur bei 23 Prozent. Wenn wir ein absolut bedarfsgerechtes Betreuungsangebot schaffen wollen, muss massiv investiert werden", so die VP-Abgeordnete.

Auf Tagesmütter nicht vergessen

Wichtig sei auch, so Monika Riha, dass bei der Konzeption zur Umsetzung des Gratiskindergartens nicht auf die Tagesmütter vergessen werde. Auch diese Art der Kinderbetreuung sollte in das vorschulische Bildungskonzept miteinbezogen werden.

Und Riha abschließend: "Es hat acht Jahre gedauert, bis die Wiener SP-Stadtregierung eingesehen hat, dass ein sozial fairer und für alle Gruppen zugänglicher Kindergarten gebührenbefreit sein muss. Es darf nicht noch mal acht Jahre dauern, bis auch die große Bedeutung von Wahlfreiheit und Qualität von den Verantwortlichen anerkannt wird. Dieses Mal muss es schneller gehen. 2013 muss das Ziel für die Realisierung der Vorschläge sein!"

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