Schüssel: Grundlegende Ursachen der Wirtschaftskrise sind bis heute noch unbeantwortet

Wien (ÖVP-PK) - Im Außenpolitischen Ausschuss des Nationalrates nahm heute, Dienstag, der außenpolitische Sprecher der ÖVP, Abg. Dr. Wolfgang Schüssel, ausführlich zur Wirtschaftskrise und aktuellen Entwicklungen in der EU Stellung. So seien für Schüssel bis heute viele Fragen und Ursachen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht ausreichend beantwortet. ****

"Die Staaten schnüren ambitionierte Konjunktur- und Rettungspakete, damit der Wirtschaftskreislauf in Takt bleibt und Arbeitsplätze gesichert bleiben, aber über die eigentlichen Ursachen der Krise und deren Bekämpfung an der Wurzel wurde bis heute noch nicht diskutiert. Solange wir nicht die Auslöser der Krise im Keim bekämpfen, wird das Problem auch weiterhin aufrecht bleiben", warnte Schüssel, der in diesem Zusammenhang besonders auf die wichtige Rolle der USA in der Ursachenbekämpfung hinwies.

Betreffend Rettungspakete in der EU meinte Schüssel, dass eine bessere Koordinierung aller Konjunkturpakete und Initiativen zur Krisenbekämpfung innerhalb der 27 Mitgliedsstaaten sicher vorteilhaft gewesen wäre. "Hier wird in Summe viel Geld in die Hand genommen, das aber auf Grund unterschiedlicher Schwerpunktsetzungen einzelner Mitgliedsstaaten die volle Wirkung verliert", so Schüssel.

Zuversichtlich zeigte sich Schüssel hinsichtlich des Entwicklungsprozesses des Lissabonner Vertrages. "Irland wird in absehbarer Zeit ein zweites Referendum zum Lissabon Vertrag durchführen. Im Lichte der Krise bin ich der Überzeugung, dass sich die Stimmung in Irland deutlich gebessert hat. Die EU hat zweifelsohne in den vergangenen Monaten als guter Krisenmanager agiert und an Bedeutung gewonnen", schloss Schüssel.
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