Schultes: Österreich bleibt Gentechnikfrei

Niki Berlakovich und hat allen Zweiflern gezeigt, dass die österreichische Gentechnikposition gut begründet ist

Wien (ÖVP-PK) - Österreichs Landwirtschaft bekennt sich klar und eindeutig zum gentechnikfreien Anbau, so heute, Montag, ÖVP-Umweltsprecher und NÖ-Landwirtschaftskammerpräsident Ing. Hermann Schultes. Österreich hat diesen Weg der Gentechnikfreiheit eingeschlagen und geht ihn konsequent weiter. Die Konsumenten schaffen durch ihre Nachfrage einen guten Markt für gentechnikfreie landwirtschaftliche Produkte. Der Handel und die Lebensmittelproduzenten tragen diesem Umstand Rechnung, und auch die österreichischen Bauern lehnen den Einsatz von Gentechnik auf Österreichs Feldern ab. ****

Umweltminister Berlakovich bringt im EU-Ministerrat Österreichs Position durch

"Wir gratulieren unserem Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich, der die österreichische Position durchgesetzt hat. Das Anbauverbot der betreffenden Sorten bleibt aufrecht. Damit hat er auch der EU-Kommission im Dialog mit der WTO den Rücken gestärkt. Regionale Anliegen müssen in Europa weiter erlaubt sein und müssen von der WTO respektiert werden", so Hermann Schultes.

Gentechnikvorsorgegesetze der Bundesländer greifen

Zusätzlich zur ablehnenden Haltung von praktisch allen Gesellschaftsschichten mache die gesetzliche Situation in Österreich den Anbau von GVO - unabhängig von EU Entscheidungen - unrentabel. In den Gentechnik-Vorsorgegesetzen seien Vielzahl von Bestimmungen, Auflagen, Bewilligungen und Informationspflichten festgeschrieben, die dem praktischen Anbau von GVO-Saatgut de facto einen Riegel vorschieben, so Schultes. Zusätzlich sind im Bundesgentechnikgesetz auch zivilrechtliche Schadenersatzansprüche festgeschrieben, wenn durch den Anbau von GVO ein Schaden erfolgt. Ein Nachbar kann demnach gegenüber einen GVO-Ausbringer Schadenersatz geltend machen, wenn zum Beispiel durch Pollenflug eine Kontamination der Nachbarfläche passiert. Unterm Strich heißt das, dass bedingt durch die heimische (Klein)Flächenstrukur in der Landwirtschaft ein GVO-Anbau ohne Schädigung des Nachbarn und entsprechenden Schadenersatzansprüchen praktisch unmöglich ist.

Österreichische Antworten auf die Gentechnik

Der teilweisen Zulassung für bestimmte gentechnisch veränderte Importlebensmittel, welche die EU bereits 2008 durchgeführt hat, müsse der Konsument durch seine Kaufentscheidung entgegentreten. Die Lebensmittelkennzeichnung mache das möglich.

Ein Beispiel für die österreichische Antwort auf importierte GVO-Futtermittel ist das Bioethanolwerk Pischelsdorf. Futtermittel aus dem Bioethanolwerk ersetzten den Import gentechnisch veränderter Eiweißfuttermittel.

Konsumenten sind aufgerufen, weiterhin auf GVO- freie Lebensmittel aus Österreich zu setzen. "Letztlich entscheiden die Konsumenten durch den Kauf österreichischer Produkte, dass die Äcker weiterhin gentechnikfrei bleiben. Die österreichische Landwirtschaft wird den Kundenbedürfnissen nach gentechnikfreien Produkten jedenfalls gerne weiterhin Rechnung tragen und ist von diesem Weg überzeugt", schloss Schultes.
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