Erich Haider: Arbeitslosigkeit - Land muss sofort handeln

Landeshaftungen gegen Kreditklemme einsetzen, 400 Millionen liegen bereit

Linz (OTS) - Der dramatische Anstieg der Arbeitslosigkeit in Oberösterreich erfordert ein sofortiges, energisches Gegensteuern des Landes.

"Der Anstieg der Arbeitslosigkeit um über 44 % ist ein klarer Handlungsauftrag, die Bemühungen um den Erhalt der Arbeitsplätze in unserem Bundesland sofort zu intensivieren. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, um die Menschen vor dem Verlust ihrer Arbeit zu schützen. Gefordert sind das Land, die Banken und die Unternehmen. Jetzt müssen die ArbeitnehmerInnen im Mittelpunkt stehen und nicht Gewinn- oder Budgetinteressen", steht für Erich Haider, Vorsitzender der SP OÖ, fest.

Es sei unerträglich, dass es angesichts dieser Entwicklungen immer noch viele Klagen von Unternehmen gebe, die von den Banken keine Kredite zur Finanzierung ihrer Investitionen und Projekte bekommen würden. Dies behindere nicht nur die Abwicklung aktueller Vorhaben, sondern beeinträchtige auch die Entwicklung neuer Produkte und von Innovationen.
Es müsse alles getan werden, dass die Unternehmen neue Produkte entwickeln könnten und nicht nur starr auf eine Verbesserung der allgemeinen Lage gewartet werde.
"Ich trete ganz klar dafür ein, dass sich das Land Oberösterreich in dieser Frage mehr engagiert. Eine Möglichkeit sind Landeshaftungen für Investitionen. Dafür stehen 400 Millionen Euro zur Verfügung. Davon wurde bisher nichts ausgeschöpft", steht für Haider fest.

Zwar sei jeder Arbeitslose einer zuviel, aber besonders im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit bestehe akuter Handlungsbedarf. "Junge Menschen, die keine Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt haben, müssen besonders unterstützt werden", ist für Haider klar.

Es sei nun auch höchste Zeit auf Landesebene die Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur zu verstärken. Besondere Bedeutung komme da nach wie vor der thermischen Sanierung von Gebäuden zu.
"Nun wird auch der Bausektor voll von der Krise erfasst. Immer mehr Bauarbeiter verlieren ihren Job oder sind vorgemerkt. Die Umsetzung unserer Vorschläge im Bereich Wohnbau dulden daher keinen Aufschub", zeigt Landeshauptmannstellvertreter Erich Haider auf.

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