NÖ Gentechnik-Vorsorgegesetz schafft Sicherheit

Pernkopf: Gentechnikfreie Landwirtschaft als Chance für NÖ

St. Pölten (NLK) - "Das niederösterreichische Gentechnik-Vorsorgegesetz aus dem Jahr 2005 schafft Sicherheit hinsichtlich des Anbaus von gentechnisch veränderten Pflanzen. Niederösterreich hat damit bereits vor Jahren Vorsorge getroffen", erklärte heute, 2. März, Landesrat Dr. Stephan Pernkopf im Zusammenhang mit den Überlegungen der Europäischen Union, das Anbauverbot für Genmais zu kippen. Der Anbau von genmanipulierten Pflanzen würde einen schweren Nachteil für die klein strukturierte Landwirtschaft in Niederösterreich darstellen, die Chancen für Niederösterreich lägen eindeutig in einer gentechnikfreien Landwirtschaft.

"Im Gesetz sind strenge Maßnahmen wie die Bewilligungspflicht für Genpflanzen verankert. Dies stellt sicher, dass kein Pollenflug auf benachbarte Flächen erfolgt. Pufferzonen sind auf Grund der klein strukturierten Landwirtschaft in Österreich kaum umsetzbar. Wir schützen somit unsere Landwirtschaft und vor allem natürlich auch die Biolandwirtschaft. Niederösterreich muss auch in Zukunft gentechnikfrei bleiben", fordert Pernkopf.

Auch der Handel und die Konsumenten würden gentechnisch veränderte Produkte ablehnen. Aufgrund der europaweit zunehmenden Nachfrage gewinne die Gentechnikfreiheit in der landwirtschaftlichen Produktion auch wirtschaftlich an Bedeutung. Das zeige sich beispielsweise im Bereich der Saatgutproduktion, da sich gentechnisch freies Saatgut nur in einem gentechnisch freien Umfeld mit der geforderten Reinheit erzeugen lässt. "Solange nicht klar ist, welche Folgen der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auf Menschen, Umwelt, Tiere und Pflanzen hat, solange keine Risikoabschätzung möglich ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass in Niederösterreich Genpflanzen angebaut werden", so Pernkopf.

Weitere Informationen: Büro LR Pernkopf, e-mail klaus.luif@noel.gv.at, Telefon 02742/9005-12705.

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