Leitl: Unternehmen wollen und werden Vorteile der Tarifreform umgehend an Arbeitnehmer weitergeben

Vorgesehene Kann-Bestimmung für Aufrollung völlig ausreichend - Verunsicherung der Arbeitnehmer in puncto Aufrollung ist simple Wahlkampfrethorik

Wien (PWK147) - "Es ist im ureigenen Interesse der
österreichischen Wirtschaft, dass die Früchte der vorgezogenen Tarifreform rasch von den Arbeitnehmern geerntet werden können und die Kaufkraft gestärkt wird", betont Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Ich appelliere an alle unsere Mitglieder, diese Gehaltsaufrollung noch in den kommenden Wochen vorzunehmen, damit die Steuer-Auszahlungen so rasch wie möglich im Interesse der Arbeitnehmer und der Betriebe greifen. Und ich bin sicher: Die Unternehmen wollen und werden das tun."

Daher sei die im Gesetzesentwurf vorgesehene Kann-Bestimmung völlig ausreichend und eine Muss-Bestimmung nicht notwendig.

Der WKÖ-Chef betont, dass die Lohnverrechnung durch die Unternehmen seit Jahrzehnten ausgezeichnet funktioniert, was auch das Finanzministerium bestätigt - und das, obwohl die Lohnverrechnung eine beträchtliche administrative Belastung insbesondere für die kleinen Unternehmen darstellt.

Der Löwenanteil der Unternehmen, die 80% der Arbeitnehmer beschäftigen, ist mit aktualisierter Software ausgestattet. Sie sind somit - auch dank guter Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium - in der Lage, die notwendigen Korrekturen nahezu automatisch rechtzeitig vorzunehmen. "So war es bei der Änderung der Arbeitslosenversicherung im Juli 2008, die klaglos über die Bühne ging. Und so wird es auch diesmal sein. Alles andere ist Wahlkampfrhetorik im Zuge der laufenden Arbeiterkammer-Wahlen, die angesichts der jetzigen schwierigen Lage nicht angebracht ist", sagt
Leitl.

Die österreichischen Unternehmen sind derzeit durch die angespannte wirtschaftliche Situation stark gefordert. Priorität für die Unternehmer ist es daher, den Fortbestand der Betriebe zu sichern und die Arbeitsplätze zu erhalten. Eine Muss-Bestimmung - also eine für den Unternehmer verpflichtende Aufrollung - ist daher in einem solchen Umfeld nur kontraproduktiv. Wenn in einigen Fällen die organisatorischen Voraussetzungen nicht sofort gegeben sind, kann es zu geringfügigen Verzögerungen bei der Weitergabe des Steuervorteils kommen. "Ich bin aber überzeugt, dass die Betriebe auf ihre Mitarbeiter schauen. Und wir als Wirtschaftskammer werden die Betriebe mit allen Mitteln unterstützen, damit es rasch eine flächendeckende Auszahlung der Steuervergünstigungen gibt." (SR)

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