Tumpel: Gratis-Kindergartenjahr muss bundesweit ganztägig sein

Wichtige Investition für bessere Bildung und Ausbildung, die nicht verzögert werden darf - nationaler Bildungsplan nötig

Wien (OTS) - "Das kostenlose letzte Kindergartenjahr muss
bundesweit ein ganztägiges Angebot sein - nicht nur in Wien", sagt AK Präsident Herbert Tumpel zum heutigen Start der Verhandlungen zwischen Bund und Ländern über den Gratiskindergarten, "bei der Umsetzung darf es jetzt keine Verzögerungen geben". Die AK habe sich immer für ein verpflichtendes Vorschuljahr eingesetzt, erinnert der AK Präsident: "Das kostenlose letzte Kindergartenjahr ist eine von vielen Investitionen, die wir gerade in der Krise für bessere Bildung und Ausbildung brauchen, die wirklich Chancen bringen." Wichtig ist für Tumpel, dass für den Kindergarten ein nationaler Bildungsplan entwickelt wird: "Wir dürfen kein Kind zurücklassen, alle Kinder müssen die Chance haben, ihre Schulkarriere auf dem gleichen Stand zu beginnen."

"Am besten wäre es, wenn alle Bundesländer dem Beispiel des Vorreiters Wien folgen und ab Herbst die Kinderbetreuung von null bis sechs Jahren ganztägig und gratis anbieten", sagt Tumpel: Eine gezielte Frühförderung im Kindergarten ist der Schlüssel für eine bessere Vorbereitung auf die Schule. Die Erweiterung der sprachlichen und sozialen Fähigkeiten ist Ausgangsbasis für den späteren Schulerfolg und größtmögliche Chancengleichheit aller Kinder. Folgende Punkte sind für Tumpel wesentlich:

+ Das kostenlose letzte Kindergartenjahr soll ein ganztägiges Angebot beinhalten; verpflichtend mit individueller Förderung für alle Fünfjährigen. Dabei soll das spielerische Element weiterhin im Vordergrund stehen. Schrittweise soll das Angebot vorschulischer Förderung auf die Dreijährigen ausgebaut werden.

+ Nötig ist ein nationaler Bildungsplan für die Kindergärten -plus Konzentration der Zuständigkeiten und Kompetenzen allein im Bildungsministerium; der Kindergarten muss zu einer Bildungseinrichtung werden.

+ Die KindergartenpädagogInnen sollen auf Hochschulniveau ausgebildet werden und mit den VolksschullehrerInnen kooperieren; es soll eine gemeinsame Grundlage für ElementarpädagogInnen geben. In der Vorschule muss die individuelle Entwicklung des Kindes im Vordergrund stehen; in Zusammenarbeit zwischen KindergartenpädagigIn, LehrerIn und Eltern.

+ Nötig ist ein flächendeckendes Angebot an Kinderbetreuungsplätzen auch für unter Dreijährige.

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