Bures startet Initiative für richtige Kindersicherung im Auto

Bewusstseinskampagne soll Eltern sensibilisieren - Ab zweiter Vormerkung verpflichtendes Kindersicherheitsseminar

Wien (SK) - Verkehrsministerin Doris Bures hat heute eine
Initiative zu mehr Sicherheit von Kindern in PKWs gestartet. Eltern solle damit bewusst gemacht werden, was es bedeutet, wenn ihrer Kinder ungesichert im Auto mitfahren, erklärte Bures am Montag in einer Pressekonferenz. Ab der zweiten Vormerkung sollen Autofahrer künftig ein Kindersicherheitsseminar besuchen müssen. Wichtig ist aus Sicht der Ministerin, dass rasch gehandelt wird. Bures wünscht sich daher, dass der notwendig Gesetzesbeschluss noch vor dem Sommer über die Bühne geht. ****

Die Evaluierung des Vormerkssystems habe gezeigt, dass die Gefahren für ungesicherte oder schlechte gesicherte Kinder im Auto von vielen Erwachsenen unterschätzt wurden, so Bures. Die Verletzung der Kindersicherungspflicht ist das zweithäufigste Vormerkdelikt. Besonders alarmierend sind die Zahlen des Kuratoriums für Verkehrsicherheit, wonach sich die Zahl der ungesicherten Kinder im Auto von 2006 auf 2007 fast verdoppelt hat. Fast jedes 5. Kind im Auto sei nicht ausreichend gesichert, verhältnismäßig mehr Kinder werden im PKW verletzt als außerhalb auf den Straßen - "da müssen die Alarmglocken läuten", hielt Bures fest.

Diese Zahlen zeigen für die Ministerin aber auch einen "Optimierungsbedarf" im Vormerksystem. Ein Kritikpunkt bei der Evaluierung war, dass bei Verstößen gegen die Kindersicherungspflicht ein Fahrsicherheitskurs verordnet wurde. In Hinkunft sollen Eltern, die ihr Kind ungenügend schützen, mittels Kindersicherungs-Seminaren (nach zwei Vormerkungen) darüber unterrichtet werden, welchen Gefahren ihre "Kleinen" ausgesetzt sind. Bereits ein Aufprall mit 15 km/h könne für ein ungesichertes Kind tödlich enden, verdeutliche Bures.

Dauern wird das Training für die Eltern rund vier Stunden, wie der Kindersicherheitsexperte Peter Jahn erläuterte. Die Kosten belaufen sich auf ca. 150 bis 180 Euro. Durchgeführt werden die Kurse von Fahrschulen, Automobilclubs sowie Verkehrspsychologen - "also von jenen, die in dieser Angelegenheit die Kompetenz haben", wie Jahn betonte. Zur Anwendung kommt der Kurs, wenn zwei Mal gegen dieses Delikt verstoßen wird und wenn ein Mal gegen dieses Delikt und ein Mal gegen jedes andere Delikt verstoßen wird (außer Alkohol). Zweiter Schwerpunkt soll die konsequente und korrekte Kindersicherung sein, erläuterte Jahn.

Ministerin Bures möchte aber nicht nur dann was tun, wenn gegen die Kindersicherungspflicht verstoßen wird. Angesetzt soll schon vorher durch Prävention im Zuge einer Bewusstseinskampagne. So wird etwa eine Broschüre zur Kindersicherung im Auto neu aufgelegt. Es konnten auch schon die Länder Wien und Steiermark dazu gewonnen werden, ihren Baby-Startpaketen die Kindersicherungsbroschüre beizulegen. Auch im Mutter-Kind-Pass wird sich in Hinkunft eine kurze Information zur richtigen Kindersicherung im Auto finden. Außerdem soll ein eigener Info-Folder auch in neun Sprachen aufgelegt werden.

In Kooperation mit der Asfinag wurde auch ein Plakat zur richtigen Kindersicherung im Auto erstellt. "Setz mein Leben nicht aufs Spiel. Bitte schnall mich richtig an" wird ab den Osterferien auf 80 Autobahn-Plakatwänden affichiert. Begleitet wird diese Plakat-Kampagne mit Zeitungsinseraten. (Schluss) ps

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